Ar­beits­lo­se weg­ge­rech­net

Mehr als ei­ne Mil­li­on Be­trof­fe­ne aus der Sta­tis­tik ge­stri­chen

Neues Deutschland - - Erste Seite - Flh

Ber­lin. Mehr als ei­ne Mil­li­on Lang­zeit­ar­beits­lo­se, die die Ar­beits­markt­sta­tis­tik 2016 nicht mehr zählt, hat­ten in Wirk­lich­keit kei­ne Ar­beit ge­fun­den. Das zeigt ei­ne am Mon­tag ver­öf­fent­lich­te Aus­wer­tung der Sta­tis­tik durch die Bun­des­agen­tur für Ar­beit. Nur je­der ach­te Lang­zeit­ar­beits­lo­se, der aus der Sta­tis­tik ge­stri­chen wor­den war, er­hielt auch ei­nen Ar­beits­platz. Die ar­beits­markt­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Bun­des­tags­frak­ti­on der Link­s­par­tei, Sa­bi­ne Zim­mer­mann, for­der­te, die Aus­ga­ben für die För­de­rung von Lang­zeit­ar­beits­lo­sen zu er­hö­hen.

Nach eben­falls am Mon­tag vom Bund der Steu­er­zah­ler ver­öf­fent­lich­ten Zah­len hat die Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung der­weil ei­nen Mil­li­ar­den­über­schuss er­wirt­schaf­tet. Die Ver­si­che­rung, die auch Maß­nah­men zur Ar­beits­för­de­rung fi­nan­ziert, konn­te im ers­ten Halb­jahr 2017 rund drei Mil­li­ar­den Eu­ro zu­rück­le­gen. Die Bun­des­re­gie­rung plant, die Rück­la­gen auf 20 Mil­li­ar­den Eu­ro zu er­hö­hen. Mit zu­sätz­li­chen Mit­teln für die För­de­rung von Ar­beits­lo­sen ist da­her nicht zu rech­nen.

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