Kla­re Dis­tan­zie­rung

Zu »Vor­sicht Fal­le!«, 15.7, S. 9

Neues Deutschland - - Meinung - Bernd Fried­rich, Leip­zig

To­bi­as Rie­gel trifft in sei­nem Bei­trag ge­nau mei­ne Mei­nung. Ei­ne kla­re Dis­tan­zie­rung der LIN­KEN von Kri­mi­nel­len, die sich ein lin­kes Män­tel­chen um­hän­gen und ob­jek­tiv den In­ter­es­sen der­je­ni­gen die­nen, die sie mei­nen zu be­kämp­fen, ist nicht nur an­lass­be­zo­gen nö­tig, wie das nach den ver­bre­che­ri­schen Aus­schrei­tun­gen in Ham­burg er­freu­li­cher­wei­se sei­tens füh­ren­der lin­ker Po­li­ti­ker der Fall war, son­dern grund­sätz­lich. Je­der, der meint, hier für Gangs­ter Par­tei er­grei­fen zu müs­sen, soll­te mal wie­der Kants ka­te­go­ri­schen Im­pe­ra­tiv nach­le­sen: »Hand­le nur nach der­je­ni­gen Ma­xi­me, durch die du zugleich wol­len kannst, dass sie ein all­ge­mei­nes Ge­setz wer­de.« Für mich heißt das: Ei­ne bes­se­re Welt lässt sich nicht mit Ge­walt­ta­ten auf­bau­en.

Da­mit er­üb­ri­gen sich auch kri­ti­sche Aus­sa­gen zum Kon­tra­ar­ti­kel von Nils Sei­bert (»Es braucht das un­ver­söhn­li­che Nein«, 15.7., S.9), er dis­qua­li­fi­ziert sich selbst. Viel­leicht soll­ten die Kol­le­gin­nen in ih­rem Ar­chiv in ei­nem Wie­der­vor­la­ge­ord­ner den Ver­merk ma­chen »In zwan­zig Jah­ren dem Au­tor ei­ne Ko­pie zu­sen­den«, mög­li­cher­wei­se ist er dann in der La­ge zu be­grei­fen, was er da ge­schrie­ben hat.

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