Vom Muss zum Ziel

CSU bleibt bei For­de­rung nach Ober­gren­ze für Flücht­lin­ge

Neues Deutschland - - Politik -

Mün­chen. Die CSU hält un­ge­ach­tet des Wi­der­stands von Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) an ih­rer Dau­er­for­de­rung nach ei­ner Ober­gren­ze von 200 000 Flücht­lin­gen pro Jahr fest. »Die Ober­gren­ze ist und bleibt ein Ziel der CSU«, sag­te Par­tei­chef Horst See­ho­fer am Mon­tag vor ei­ner CSU-Vor­stands­sit­zung in Mün­chen. Al­lein dies ha­be ja auch schon zu ei­ner grund­le­gen­den Ve­rän­de­rung der Ber­li­ner Po­li­tik »in un­se­rem Sin­ne« ge­führt. See­ho­fer ver­mied es aber, die Ober- gren­ze wie noch im ver­gan­ge­nen Jahr zur Be­din­gung für ei­ne mög­li­che wei­te­re Ko­ali­ti­ons­be­tei­li­gung der CSU zu er­klä­ren. »Jetzt wol­len wir erst­mal die Wahl ge­win­nen.« Al­les an­de­re ste­he erst nach dem Wahl­tag an.

Im CSU-ei­ge­nen Bun­des­tags­wahl­pro­gramm »Bay­ern­plan«, das der CSU-Vor­stand am Mon­tag nach An­ga­ben aus Teil­neh­mer­krei­sen ein­stim­mig be­schloss, heißt es un­ter an­de­rem: »Die seit lan­gem ge­for­der­te Ober­gren­ze von 200 000 Flücht­lin- gen pro Jahr für Deutsch­land ist not­wen­dig, um ei­ne ge­lin­gen­de In­te­gra­ti­on zu ge­währ­leis­ten.« Und wei­ter: »Nur mit ei­ner Be­gren­zung wird In­te­gra­ti­on ge­lin­gen, nur mit ei­ner Be­gren­zung wird sich die Si­cher­heits­la­ge nicht wei­ter ver­schär­fen und nur mit ei­ner Be­gren­zung wer­den wir die Ak­zep­tanz der ein­hei­mi­schen Be­völ­ke­rung er­hal­ten. Es ist des­halb un­se­re Pflicht, ei­ne Über­las­tung von Staat und So­li­dar­ge­mein­schaft zu ver­hin­dern.«

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