Kein schnel­ler Rück­gang der Flücht­lings­zah­len

Neues Deutschland - - Politik -

Ber­lin. Das Ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um rech­net nicht mit ei­nem Rück­gang der welt­wei­ten Flücht­lings­zah­len. »Wir ge­hen in der Bun­des­re­gie­rung nicht da­von aus, dass sich die La­ge kurz­fris­tig ent­span­nen wird«, sag­te der Staats­se­kre­tär im Mi­nis­te­ri­um, Fried­rich Kit­schelt, am Mon­tag bei der Vor­stel­lung des Jah­res­be­richts der Deut­schen Ge­sell­schaft für In­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit (GIZ). Kon­kre­te Pro­gno­sen sei­en der­zeit an­ge­sichts der kom­pli­zier­ten Si­tua­ti­on in Kri­sen­ge­bie­ten wie Sy­ri­en und Af­gha­nis­tan schwie­rig. Nach UN-An­ga­ben gibt es ak­tu­ell fast 66 Mil­lio­nen Flücht­lin­ge und Ver­trie­be­ne. Ih­re Zahl wer­de sich, falls die Er­der­wär­mung nicht bei ma­xi­mal 1,5 Grad ge­stoppt wer­de, ver­viel­fa­chen, warn­te Kit­schelt. De­fi­zi­te im Kli­ma­schutz und in der Kri­sen­prä­ven­ti­on könn­ten auch hier­zu­lan­de mit­tel­fris­tig zu erns­ten Kon­flik­ten füh­ren. »Die Mau­ern wer­den nicht hoch ge­nug sein«, um Si­cher­heit und Wohl­stand in Eu­ro­pa zu be­wah­ren, sag­te Kit­schelt. In An­spie­lung auf die For­de­rung der CSU nach ei­ner Ober­gren­ze für die Auf­nah­me von Flücht­lin­gen, er­klär­te er, die Wür­de des Men­schen sei ein Gut, das »we­der Gren­zen kennt noch Ober­gren­zen«.

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