Päd­ago­gen: Ge­flüch­te­te in Re­gel­klas­sen

Neues Deutschland - - Berlin - Jot

Flücht­lings­kin­der so­wie Kin­der von Mi­gran­ten wer­den struk­tu­rell dar­an ge­hin­dert, in glei­chem Ma­ße an der Ge­sell­schaft teil­zu­ha­ben wie an­de­re Kin­der. Das ist das Fa­zit ei­ner Grup­pe von So­zi­al­päd­ago­gen an Ber­li­ner Schu­len. In ei­ner Stel­lung­nah­me er­klä­ren sie, es ge­be kei­ne Gleich­be­hand­lung zu­ge­zo­ge­ner Schü­ler. Ein gro­ßes Pro­blem sei­en auch die Will­kom­mens­klas­sen. »Kin­der und Ju­gend­li­che ler­nen ei­ne Spra­che am schnells­ten, wenn sie ei­ne in­trin­si­sche Mo­ti­va­ti­on ha­ben, et­wa wie mit Klas­sen­ge­fährt*in­nen und Freund*in­nen zu kom­mu­ni­zie­ren.« Mo­del­le in an­de­ren Bun­des­län­dern, in de­nen Kin­der und Ju­gend­li­che von An­fang an an Re­gel­klas­sen teil­ha­ben, hät­ten sich als er­folg­reich er­wie­sen. Das soll­te auch Ber­lin ein­füh­ren. Nach­tei­le vor al­lem sprach­li­cher Na­tur müss­ten durch Nach­hil­fe aus­ge­gli­chen wer­den und da­durch, in­dem den Nicht­mut­ter­sprach­lern mehr Zeit für Klas­sen­ar­bei­ten ge­ge­ben wer­de.

Die In­itia­ti­ve for­dert au­ßer­dem, dass Leh­rer und So­zi­al­päd­ago­gen an Schu­len ver­pflich­tend an an­ti­ras­sis­ti­schen Trai­nings teil­neh­men. Schü­ler und ih­re Fa­mi­li­en müss­ten Be­ra­tung er­hal­ten, wie sie sich ge­gen Dis­kri­mi­nie­rung weh­ren kön­nen.

Auch im au­ßer­schu­li­schen Be­reich gibt es vie­le An­ge­bo­te, die spe­zi­ell für Ge­flüch­te­te ge­dacht sind. Auch die­se Tren­nung kri­ti­siert die In­itia­ti­ve stark. »Schü­ler*in­nen der Will­kom­mens­klas­sen wer­den de fac­to in ei­ne Par­al­lel­ge­sell­schaft ge­drängt.«

Die In­itia­ti­ve dar­über hin­aus ap­pel­liert an die Po­li­tik, Ge­flüch­te­ten Woh­nun­gen zur Ver­fü­gung zu stel­len. Vie­le Not­un­ter­künf­te und Flücht­lings­hei­me sei­en kin­des­wohl­ge­fähr­dend.

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