Bar je­der Kom­pe­tenz

Zu »Der Ras­sis­mus im la­fon­k­necht­schen Wa­gen­tain­ment«, 11.10., www.nd-on­line.de

Neues Deutschland - - Meinung -

Was hat sich die Re­dak­ti­on ge­dacht, ei­nen sol­chen hass­er­füll­ten und bar je­der Kom­pe­tenz ver­fass­ten Ar­ti­kel zu ver­öf­fent­li­chen? Als So­zio­lo­ge bin ich pein­lich be­rührt über den Be­rufs­kol­le­gen. Stef­fen Leusch­ke, Per E-Mail Als re­gel­mä­ßi­ger Le­ser des »neu­en Deutsch­land« bin ich ver­wun­dert, dass in ei­ner Zei­tung, die der Lin­ken doch recht na­he­ste­hen will, so ei­ne Kri­tik über die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de ge­äu­ßert wird. Sie und auch Os­kar La­fon­tai­ne als Po­pu­lis­ten zu cha­rak­te­ri­sie­ren, ist re­gel­mä­ßi­ger Te­nor der CDU. Oh­ne Sah­ra Wa­genk­necht hät­te die Lin­ke wohl kaum ein Wah­l­er­geb­nis von über neun Pro­zent er­reicht.

Die Ar­gu­men­te von Frau Wa­genk­necht be­züg­lich der ver­hee­ren­den neo­li­be­ra­len Po­li­tik al­ler an­de­ren Par­tei­en sind für mich ab- so­lut nach­voll­zieh­bar. Be­züg­lich der Flücht­lings­po­li­tik hat sie in al­len Dis­kus­sio­nen stets die Be­kämp­fung der Flucht­ur­sa­chen als Lö­sung be­schrie­ben und die­se Ur­sa­chen und die deut­sche Be­tei­li­gung auch klar er­läu­tert. Sah­ra Wa­genk­necht in die ras­sis­ti­sche Ecke zu stel­len, ist für mich ei­ne Dif­fa­mie­rung. Schon der Ter­mi­nus »na­tio­nal­so­zi­al« ist nicht weit ent­fernt von na­tio­nal­so­zia­lis­tisch. Und die Gleich­set­zung von an­geb­lich lin­ken mit rech­ten Po­pu­lis­ten ist Ar­gu­men­ta­ti­on rechts­bür­ger­li­cher Par­tei­en und Me­di­en. Fehlt nur noch der Aus­druck von den »Rot la­ckier­ten Fa­schis­ten«. Richard Schnabl, Buch­holz in der Nord­hei­de

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