Asyl: Aus­set­zung des Fa­mi­li­en­nach­zugs bleibt gül­tig

Neues Deutschland - - Politik -

Karls­ru­he. Die Aus­set­zung des Fa­mi­li­en­nach­zugs für Flücht­lin­ge mit ein­ge­schränk­tem sub­si­diä­ren Schutz bleibt wei­ter­hin gül­tig. Dar­auf ver­wies das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in ei­nem am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Be­schluss. Es lehn­te den An­trag ei­nes min­der­jäh­ri­gen Flücht­lings aus Sy­ri­en ab, der für sei­ne in Da­mas­kus le­ben­den El­tern und Ge­schwis­tern Vi­sa zur Ein­rei­se nach Deutsch­land er­hal­ten woll­te. Hin­ter­grund des Rechts­streits ist das am 17. März 2016 in Kraft ge­tre­te­ne Asyl­pa­ket II. Da­nach er­hal­ten sy­ri­sche Flücht­lin­ge nur noch den ein­ge­schränk­ten so­ge­nann­ten sub­si­diä­ren Schutz, weil we­gen des Kriegs in Sy­ri­en dort ihr Leib und Le­ben in Ge­fahr ist. Der Fa­mi­li­en­nach­zug nach Deutsch­land wur­de für die­se Be­trof­fe­nen bis zum 16. März 2018 kom­plett aus­ge­setzt.

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