Si­che­rer Ma­ghreb stößt auf Kri­tik

Grü­ne und LIN­KE ge­gen ver­kürz­te Asyl­ver­fah­ren

Neues Deutschland - - Politik -

Ber­lin. Die Bun­des­re­gie­rung hat er­folg­los ver­sucht, Grü­ne und Link­s­par­tei für ei­nen Ge­setz­ent­wurf zur Ein­stu­fung von Tu­ne­si­en, Al­ge­ri­en, Ma­rok­ko und Ge­or­gi­en als si­che­re Her­kunfts­län­der zu ge­win­nen. Er hät­te zur Fol­ge, dass Asyl­ver­fah­ren von Men­schen aus die­sen Staa­ten ver­kürzt wer­den.

Ei­nen ähn­li­chen Ent­wurf – Ge­or­gi­en war noch nicht da­bei – hat­te der Bun­des­tag 2016 ver­ab­schie­det. Er schei­ter­te da­mals im Bun­des­rat am Wi­der­stand meh­re­rer Lan­des­re­gie­run­gen, an de­nen Grü­ne und LIN­KE be­tei­ligt sind. Sie be­grün­den ih­re Ab­leh­nung mit der Straf­bar­keit von Ho­mo­se­xua­li­tät und Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen in den Ma­ghreb­staa­ten.

Auf ent­schie­de­nen Wi­der­spruch ist auch die AfD mit ih­rer Kri­tik am ge­plan­ten UN-Mi­gra­ti­ons­pakt ge­sto­ßen. Ab­ge­ord­ne­te der Ko­ali­ti­on wie Op­po­si­ti­on war­fen der AfD vor, Ängs­te vor Ein­wan­de­rung zu schü­ren und ei­ne in­ter­na­tio­na­le Ord­nung für ge­re­gel­te Mi­gra­ti­on be­hin­dern zu wol­len. Wer den Pakt ab­leh­ne sor­ge da­für, dass Stan­dards für Flücht­lin­ge in an­de­ren Län­dern nicht an­ge­ho­ben wür­den und folg­lich mehr Leu­te nach Deutsch­land kä­men, sag­te der CDU-Ab­ge­ord­ne­te Ste­phan Har­b­arth.

Am Don­ners­tag­abend woll­te der Bun­des­tag fer­ner mit den Stim­men von Uni­on und SPD die Mit­wir­kungs­pflicht von Asyl­be­wer­bern aus­wei­ten. Die­se soll künf­tig auch gel­ten, wenn die Asyl­ver­fah­ren wi­der­ru­fen wer­den und ein Rück­nah­me­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet wird.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.