Wei­te­re Müll-Ak­ti­on am Rhein­ufer

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Dormagen) - - DORMAGEN - VON ME­LA­NIE VAN SCHYNDEL

Ein An­hän­ger war schon nach ei­ner hal­ben St­un­de mit Ab­fall ge­füllt.

ZONS/RHEINFELD Wäh­rend am Sams­tag­mor­gen die ers­ten Rad­ler und Spa­zier­gän­ger un­ter­wegs wa­ren, um die Mor­gen­son­ne zu ge­nie­ßen, wa­ren Ka­rin Schwan­fel­der und ih­re Hel­fer schon wie­der flei­ßig. Nach der Säu­be­rungs­ak­ti­on vom ver­gan­ge­nen Sams­tag hat­te sie über Face­book zu ei­ner wei­te­ren Ak­ti­on mit mehr Hel­fern auf­ge­ru­fen.

Zwölf Er­wach­se­ne und ein Kind wa­ren ge­kom­men, um in Zons ge­gen­über des Cam­ping­plat­zes Rich­tung Pi­wipp die Strand­ab­schnit­te von Müll und Un­rat zu be­frei­en.

Lu­cie Berg­ins, die täg­lich mit ih­rem Hund am Rhein spa­zie­ren geht, ist schon ei­ne er­fah­re­ne „Samm­le­rin“: „Am häu­figs­ten fin­det man Glas­scher­ben und Plas­tik, auf­ge­schlitz­te Do­sen zum Bei­spiel“, er­zählt sie. „Die Hun­de tre­ten da rein und ver­let­zen sich, oder auch Kin­der beim Spie­len, das ist wirk­lich blöd! Die Leu­te tref­fen sich am Rhein, trin­ken Al­ko­hol und schmei­ßen ih­re Fla­schen ein­fach weg. Am schlimms­ten ist es im Be­reich um die Fäh­re“, mein­te sie.

Auch Ka­rin Schwan­fel­der sam­melt täg­lich, bei ih­rer mor­gend­li­chen Hun­de­run­de geht sie mit zwei bis vier Ju­te­beu­teln voll lie­gen ge­las­se­nem oder an­ge­spül­ten Un­rat nach Hau­se.

„Ge­ra­de jetzt bei Nied­rig­was­ser ist das na­tür­lich su­per zum Sam­meln, er­klär­te die Zon­se­rin. „Ganz viel Müll kommt da von der Bin­nen­schiff­fahrt“, mein­te sie. Die Hel­fer hat­ten al­le Hän­de voll zu tun, die teil­wei­se gro­ßen und schwe­ren Ge­gen­stän­de zu ent­sor­gen – der mit­ge­brach­te An­hän­ger war schon nach ei­ner gu­ten St­un­de or­dent­lich ge­füllt. Die Stür­zel­ber­ge­rin Ju­lie Kepp­ler, die schon in Düsseldorf ei­ne Ufer­putz­ak­ti­on mit­ge­macht hat und nun über Face­book auf die Zon­ser Grup­pe ge­sto­ßen ist, hofft auf viel mehr Re­so­nanz bei den An­woh­nern. „Es müss­ten noch viel mehr Hel­fer kom­men.“, mein­te sie. „Und es muss end­lich in das Be­wusst­sein der Leu­te vor­drin­gen, dass je­der sei­ne Grill­res­te selbst mit­nimmt.“Der sechs­jäh­ri­ge Lu­kas, der mit sei­nen Eltern Ni­co­la und Da­ni­el Nes­ke beim Sau­ber­ma­chen half, kennt sol­che Ak­tio­nen schon vom Geo­cachen und hat be­reits öf­ter Müll auf­ge­sam­melt. „Das macht mir Spaß und ist gut“, er­klärt er. Fas­sungs­los wa­ren die Hel­fer an­ge­sichts ei­ner Wasch­ma­schi­nen­trom­mel, die sich am Rhein­ufer in den Sand ein­ge­gra­ben hat und die mit ver­ein­ten Kräf­ten aus­ge­gra­ben wer­den muss­te.

Ei­nen wei­te­ren „Putz­tag“wird es am 15. Sep­tem­ber im Rah­men des Rhi­ne Cleanup ge­ben – Ka­rin Schwan­fel­der hat schon mit der Pla­nung be­gon­nen und in­for­miert über Face­book.

NGZ-FOTO: ME­LA­NIE VAN SCHYNDEL

Die eh­ren­amt­lich tä­ti­gen Hel­fer wur­den am Rhein­ufer sehr schnell fün­dig. Der nächs­te Putz­tag fin­det am 15. Sep­tem­ber statt.

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