Auf­zug in vier­stö­cki­gem Wohn­haus in Hor­rem steht seit elf Wo­chen still

WIR BLEI­BEN DRAN

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Dormagen) - - DORMAGEN - VON CA­RI­NA WERNIG

HOR­REM Schwer at­mend zieht sich die Se­nio­rin am Trep­pen­ge­län­der nach oben. Seit elf Wo­chen funk­tio­niert der Auf­zug im vier­stö­cki­gen Wohn­haus an der Hee­sen­stra­ße nicht mehr. „Das be­ein­träch­tigt uns un­ge­mein“, spricht sie auch für ih­re Nach­barn, die al­le nicht na­ment­lich ge­nannt wer­den wol­len. Am 2. Ju­li wur­de der Auf­zug für Sa­nie­rungs­ar­bei­ten still­ge­legt, wie ein Aus­hang an al­len Fahr­stuhl­tü­ren im­mer noch ver­kün­det. Seit­her ha­ben die Be­woh­ner zwar Ar­bei­ter ge­se­hen, aber der Auf­zug steht still.

Zwei­ein­halb Mo­na­te lang sind gera­de die geh­be­hin­der­ten Be­woh­ner „wie ab­ge­schnit­ten von der Um­welt“. Denn die 54 Stu­fen wer­den mit Ein­käu­fen zum un­über­wind­li­chen Hin­der­nis. Wer Freun­de und Be­kann­te hat, die die schwe­ren Sa­chen in die drit­te oder vier­te Eta­ge tra­gen, kann sich glück­lich schät­zen. „Da über­legt man es sich, ob man über­haupt aus dem Haus geht“, sagt ein Be­woh­ner. „Wir sind doch gera­de in ein Haus mit Auf­zug ge­zo­gen, weil mein Mann dar­auf an­ge­wie­sen ist“, sagt ei­ne an­de­re Be­woh­ne­rin. Ei­ne wei­te­re Frau be­rich­tet, dass ihr auf Rol­la­tor und Roll­stuhl an­ge­wie­se­ner Mann als Dia­ly­se-Pa­ti­ent re­gel­mä­ßig zum Arzt oder ins Kran­ken­haus ge­bracht wer­den muss. „Da­für muss ich jetzt Kran­ken­trans­por­te or­ga­ni­sie­ren, da­mit er die Trep­pen hoch und her­un­ter ge­tra­gen wer­den kann“, schil­dert sie die Si­tua­ti­on.

Ent­setzt über die lan­ge Ar­beits­dau­er zeig­te sich Do­mi­nik Bar­ton, Ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter der Bar­ton Group, die die Wohn­häu­ser in Hor­rem En­de 2016 von No­ra­tis über­nom­men hat­te: „Wir sind sehr sau­er, dass der Di­enst­leis­ter, den wir be­reits vor ei­nem hal­ben

FO­TO: CW

Der Auf­zug an der Hee­sen­stra­ße ist seit 2. Ju­li ab­ge­stellt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.