In­no­va­tiv will heu­te je­der sein. Da­bei kom­men In­no­va­tio­nen, al­so rich­tungs­wei­sen­de Neu­hei­ten, sel­ten aus hei­te­rem Him­mel, son­dern sind das Er­geb­nis ei­nes Ent­wick­lungs­pro­zes­ses, der ei­ne gan­ze Rei­he von Teil­neh­mern braucht. Ne­ben dem Initia­tor der In­no­va­ti

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Grevenbroich) - - Vorderseite - VON NI­CO­LE WILDBERGER

Für mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men in Nord­rhein-West­fa­len ist die NRW.Bank aus Düsseldorf ein wich­ti­ger För­der­part­ner. In­no­va­ti­on zählt zu den The­men­ge­bie­ten im För­der­be­reich Wirt­schaft, in de­nen die NRW.Bank mit­tel­stän­di­sche Be­trie­be för­dert. An­ge­sichts der un­trenn­ba­ren Ver­knüp­fung von In­no­va­ti­on und Di­gi­ta­li­sie­rung ist es heu­te si­cher­lich ei­nes der wich­tigs­ten För­der­the­men über­haupt.

„Die Di­gi­ta­li­sie­rung ist zu ei­nem der größ­ten In­no­va­ti­ons­trei­ber in un­se­rer Wirt­schaft ge­wor­den“, sagt Phil­ipp Salm, Lei­ter der För­der­be­ra­tung für die Re­gi­on Rhein­land in der Bank. „Für Un­ter­neh­men be­deu­tet dies die Her­aus­for­de­rung, sich im­mer wie­der neu zu er­fin­den. Und das be­trifft nicht nur die Home­page, auch die Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se und die Ver­mark­tungs­ka­nä­le än­dern sich ra­sant.“

Um In­no­va­tio­nen in der Wirt­schaft zu un­ter­stüt­zen, ste­hen der NRW.Bank ei­ne Rei­he von För­der­mit­teln zur Ver­fü­gung, die sich von Zu­schüs­sen bis zu zins­güns­ti­gen Dar­le­hen er­stre­cken. So för­dert die NRW.Bank in­no­va­ti­ve Un­ter­neh­men bei­spiels­wei­se mit dem Kre­dit „NRW.Bank.In­no­va­ti­ve Un­ter­neh­men“. Da­bei han­delt es sich um ein zins­güns­ti­ges Dar­le­hen für be­son­ders in­no­va­ti­ve und wachs­tums­star­ke Un­ter­neh­men. Wie bei der NRW.Bank üb­lich, wird der Kre­dit vom Un­ter­neh­men über sei­ne Haus­bank be­an­tragt. Er­hal­ten kön­nen den Kre­dit ge­werb­li­che Un­ter­neh­men oder Frei­be­ruf­ler, die ent­we­der klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­mer (KMU) oder mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men sind. Be­an­tragt wer­den kön­nen die

„Die Di­gi­ta­li­sie­rung ist zu ei­nem der größ­ten In­no­va­ti­ons­trei­ber

ge­wor­den“ Un­ter­neh­men müs­sen sich heu­te im­mer wie­der neu

er­fin­den

Dar­le­hen für In­ves­ti­ti­ons­maß­nah­men, die, wie der Na­me schon sagt, für In­no­va­tio­nen ge­dacht sind.

Der Min­dest­kre­dit­be­trag liegt bei 100.000 Eu­ro, der Höchst­be­trag für den Kre­dit be­läuft sich auf 7,5 Mil­lio­nen Eu­ro bei ei­ner Lauf­zeit zwi­schen fünf und zehn Jah­ren. Der Zins­satz wird in­di­vi­du­ell ver­ein­bart und bleibt über die ge­sam­te Lauf­zeit gleich, ge­tilgt wird in gleich­blei­ben­den Vier­tel­jah­res­ra­ten. Be­son­ders wich­tig: Die Ver­ga­be des Kre­dits ist ob­li­ga­to­risch für die ge­sam­te Lauf­zeit mit ei­ner Haf­tungs­frei­stel­lung von 70 Pro­zent für die Haus­bank ver­bun­den. Das be­deu­tet, dass die Haus­bank des An­trag­stel­lers bei die­sem Kre­dit in Hö­he von 70 Pro­zent des Dar­le­hens von ih­rem Ri­si­ko frei­ge­stellt ist. Den­noch muss der Dar­le­hens­neh­mer sei­nen Kre­dit kom­plett zu­rück­zah­len . Al­ler­dings ist die Bank bei ih­rem Ri­si­ko ge­si­chert.

Ein wei­te­res För­der­pro­dukt ist der „NRW.Bank.In­no­va­ti­ons­kre­dit“. Da­bei han­delt es sich um ei­nen zins­güns­ti­gen Kre­dit für In­no­va­ti­ons­vorha- ben von mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men und Frei­be­ruf­lern, der mit ei­ner op­tio­na­len 50pro­zen­ti­gen Haf­tungs­frei­stel­lung ver­se­hen ist. Frei­be­ruf­ler und Un­ter­neh­men mit ei­nem Jah­res­um­satz von un­ter 500 Mil­lio­nen Eu­ro kön­nen die­se För­de­rung be­an­tra­gen, wenn sie pla­nen, neue tech­no­lo­gisch fort­schritt­li­che Pro­duk­te in das Pro­duk­ti­ons­pro­gramm auf­zu­neh­men, neue tech­no­lo­gisch fort­schritt­li­che Pro­duk­ti­ons- ver­fah­ren ein­zu­füh­ren oder we­sent­li­che Ver­bes­se­run­gen be­ste­hen­der Pro­duk­te oder Ver­fah­ren an­stre­ben. Die Kre­dit­sum­me be­trägt zwi­schen 25.000 und höchs­tens zehn Mil­lio­nen Eu­ro. Der Zins­satz bleibt über die ge­sam­te Lauf­zeit gleich, ge­tilgt wird in gleich­blei­ben­den Vier­tel­jah­res­ra­ten. Die Ver­ga­be des Kre­dits ist op­tio­nal für die ge­sam­te Lauf­zeit mit ei­ner Haf­tungs­frei­stel­lung von 50 Pro­zent für die Haus­bank ver­bun­den. Die Haf­tungs­frei­stel­lung wird nur für In­ves­ti­ti­ons­dar­le­hen ab 125.000 Eu­ro mit ei­ner Lauf­zeit des Kre­dits von ma­xi­mal zehn Jah­ren an­ge­bo­ten.

Ne­ben den ge­nann­ten Dar­le­hen bie­tet die NRW.Bank auch Ei­gen­ka­pi­tal­fi­nan­zie­run­gen an, die be­son­ders für Grün­der in­ter­es­sant sind. Denn ge­ra­de Exis­tenz­grün­der be­sit­zen häu­fig nur we­ni­ge ei­ge­ne Mit­tel. Hier setzt das Pro- gramm „NRW.See­dCap Di­gi­ta­le Wirt­schaft“an. Es ist spe­zi­ell für die Be­dürf­nis­se von Star­tups in der frü­hen Wachs­tums­pha­se ge­stal­tet wor­den: Bis zu 100.000 Eu­ro pro Un­ter­neh­men stellt die NRW.Bank ge­mein­sam mit ei­nem Bu­si­ness An­gel, al­so ei­nem pri­va­ten Ri­si­ko­ka­pi­tal­ge­ber, zu glei­chen An­tei­len und Kon­di­tio­nen zur Ver­fü­gung.

Zu­sätz­lich gibt es die NRW Bank Seed Fonds Initia­ti­ve, die mit ei­nem Vo­lu­men von bis zu 60 Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­stat­tet ist. Sie in­ves­tiert in elf re­gio­nal aus­ge­rich­te­te, ex­tern ver­wal­te­te Seed Fonds. Aus die­sen re­gio­na­len Fonds er­hal­ten tech­no­lo­gie­ori­en­tier­te Exis­tenz­grün­der bis zu 0,5 Mil­lio­nen Eu­ro.

Die ziel­ge­rich­te­te Ver­tei­lung der Mit­tel über­neh­men Part­ner aus den Re­gio­nen, die über lang­jäh­ri­ge Bran­chen­er­fah­rung ver­fü­gen.

FOTO: THINKSTOCK/SHIRONOSOV

Mit­tel­ständ­ler brau­chen ei­ne so­li­de Fi­nan­zie­rung. Für vie­le kom­men För­der­mit­tel der NRW.Bank in Fra­ge.

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