Mai­te Kel­ly ist zu­rück im Mu­si­cal Do­me

Die Mu­si­ke­rin prä­sen­tiert am 7. März mit ei­ner zwei­ein­halb­stün­di­gen Show ihr neu­es Al­bum „Sie­ben Le­ben für Dich“. Es soll ei­ne Rei­se zu al­len Ein­flüs­sen wer­den, die sie im Lau­fe ih­res Le­bens mu­si­ka­lisch ge­prägt ha­ben.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - KÖLN KOMPAKT - VON STE­PHAN EP­PIN­GER

KÖLN „Hier im Mu­si­cal Do­me ha­be ich mei­ne zwei­te Kar­rie­re ge­star­tet. Das war mit viel Ar­beit und Schweiß, mit Trä­nen und Glück ver­bun­den“, er­in­nert sich Mai­te Kel­ly an ih­re Zeit als Tra­cy im Mu­si­cal „Hair­spray“. Für sie war es die Rück­kehr auf die Büh­ne, die sie nach der er­folg­rei­chen Zeit der Kel­ly Fa­mi­ly ver­las­sen hat­te, um sich als „Voll­zeit­mut­ter“um die ei­ge­nen Kin­der zu küm­mern.

Am 7. März kehrt die Mu­si­ke­rin zu­rück in den Mu­si­cal Do­me und prä­sen­tiert dort mit ei­ner gro­ßen Show ihr neu­es So­lo­al­bum „Sie­ben Le­ben für Dich“, bei dem sie Pop mit deut­schem Schla­ger ver­eint. „Auf Deutsch Lie­der zu schrei­ben, hat für mich auch in der Hair­sprayZeit be­gon­nen. Dort ha­be ich die Grund­la­gen für mei­ne heu­ti­ge Kar­rie­re ge­lernt. Das war ein ech­ter Kno­chen­job und ei­ne sehr har­te Schu­le – aber es war die Ba­sis als En­ter­tai­ne­rin und hat mich bis heu­te ge­prägt.“

„Es wird ein klein we­nig an Las Ve­gas er­in­nern, aber trotz­dem will ich na­he am Pu­bli­kum sein.“

Mai­te Kel­ly

Ur­sprüng­lich war Mai­te Kel­ly in Sa­chen Mu­si­cal eher skep­tisch: „Ich dach­te, ich sei viel zu alt da­für und beim Cas­ting wa­ren auch al­le deut­lich jün­ger als ich. Ent­deckt und ein­ge­la­den wur­de ich bei ei­ner Koch­show im Fern­se­hen. Die wuss­ten zu­nächst gar nicht, dass ich mal zur Kel­ly-Fa­mi­ly ge­hört ha­be.“

Auch ih­re ak­tu­el­le Show baut Kel­ly auf das auf, was sie da­mals in Köln ge­lernt hat. „Ich ha­be ei­ne jun­ge Band und es wird auch wie­der ge­tanzt. Für mich ist Tan­zen mein Sport und mei­ne The­ra­pie. Es wird ei­ne zwei­ein­halb­stün­di­ge Rei­se zu all den Ein­flüs­sen, die mich mu­si­ka­lisch ge­prägt ha­ben. Ne­ben den neu­en Lie­dern wird es auch ei­ni­ge der al­ten Kel­ly-Songs zu hö­ren ge­ben. Es wird kein Mu­si­cal, aber ei­ne Show mit viel Gla­mour, viel Ener­gie und Emo­tio­nen.“

Zu Köln hat die Künst­le­rin ei­ne en­ge Be­zie­hung: „Hier ha­ben wir auf dem Boot ge­lebt und hier war die Ba­sis für al­le Er­fol­ge. Das war un­ser Zen­trum und das ist im­mer noch mei­ne Hei­mat. Das Köl­ner Kon­zert wird für mich ein Heim­spiel.“Ihr ak­tu­el­les Al­bum ist der­zeit auf der Er­folgs­spur. Nach­dem nach drei Mo­na­ten Gold beim Ver­kauf er­reicht wur­de, ist jetzt Pla­tin im Blick­feld.

„Von der ei­ge­nen Mu­sik le­ben zu kön­nen, ist et­was Be­son­de­res. Das ist heu­te deut­lich schwie­ri­ger ge­wor­den. Und ei­ne ei­ge­ne Show ha­ben zu dür­fen, ist für mich ein gro­ßes Pri­vi­leg“, freut sich Kel­ly, dass nun ein lan­ge ge­heg­ter Traum end­lich in Er­fül­lung geht. „Es wird ein klein we­nig an Las Ve­gas er­in­nern, aber trotz­dem will ich na­he am Pu­bli­kum dran sein. Die Leu­te wol­len au­then­ti­sche Künst­ler und kei­ne Stars aus Plas­tik.“Zu den Vor­bil­dern ge­hö­ren da Künst­ler wie Bru­ce Springs­teen. „Das war mein ers­tes Sta­di­on­kon­zert, das ich er­lebt ha­be. Es hat sich an­ge­füllt wie ei­ne gro­ße Umar­mung. Bei mir gibt es aber mehr Licht­show.“

Mit dem Gen­re Schla­ger hat Mai­te Kel­ly, die al­le Songs selbst ge­schrie­ben hat, kei­ne Be­rüh­rungs­ängs­te: „Ich bin da­mit groß ge­wor­den. Mit der Kel­ly Fa­mi­ly ha­ben wir Folk­pop ge­macht, wa­ren aber stän­dig in den gro­ßen Schla­ger­shows. Wir wa­ren zwar eher ei­ne Hip­pie-Fa­mi­lie, aber halt eher Volkship­pies.“Der Ti­tel „Sie­ben Le­ben für Dich“steht für sie für un­end­li­che Liebe und un­end­li­che Stär­ke, die man für an­de­re Men- schen ein­setzt. „Für sich selbst stark zu sein, ist lang­wei­lig. Ich bin lie­ber für an­de­re Men­schen stark.“

Auch erns­te The­men wie den Tod be­han­delt Kel­ly in ih­ren Lie­dern. „Ich ha­be mit mei­nen bei­den El­tern schon früh sehr wich­ti­ge Men­schen ver­lo­ren. Vi­el­leicht hat das mei­nen Blick auf das Le­ben wei­ser ge­macht. Man muss so schwie­ri­ge Si­tua­tio­nen auch als Chan­ce ver­ste­hen“, sagt Kel­ly, die ge­ra­de schon neue Songs für das nächs­te Al­bum schreibt. „Beim De­büt wa­ren es 100 Skiz­zen und 30 Stü­cke, aus de­nen ich die 13 Songs für das Al­bum aus­ge­wählt ha­be.“

Mu­si­ke­rin

FO­TO: STE­PHAN EP­PIN­GER

Mai­te Kel­ly in der Mas­ke. Zu­letzt war sie in Köln als Tra­cy in dem Mu­si­cal „Hair­spray“zu se­hen – und zu hö­ren.

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