Le­bens­ver­si­che­rer ha­ben ho­he Zins­re­ser­ven

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - WIRTSCHAFT -

BERLIN (qua) Die 2011 ein­ge­führ­te Zins­zu­satz­re­ser­ve­re für Le­bens­ver­si­che­run­gen ist auf ein Re­kord­hoch ge­stie­gen. Nach vor­läu­fi­gen An­ga­ben der Bun­des­an­stallt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht lag sie im Jahr 2016 bei 44,1 Mil­li­ar­den Eu­ro. Dies geht aus ei­ner Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf An­fra­ge der Links­frak­ti­on her­vor, die un­se­rer Re­dak­ti­on vor­liegt.

We­gen der nied­ri­gen Zin­sen müs­sen die Ver­si­che­rer seit 2011 Zins­zu­satz­re­ser­ven bil­den. Sie sind als Si­cher­heit für Kun­den mit Alt­ver­trä­gen ge­dacht, für die es noch ei­nen Ga­ran­tie­zins von vier Pro­zent gab. 2011 lag der Durch­schnitts­zins mit 3,92 Pro­zent dar­un­ter. Ge­star­tet war die Zins­zu­satz­re­ser­ve 2011 mit 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro. 2015 lag sie be­reits bei 32,1 Mil­li­ar­den. In der Bran­che ist sie um­strit­ten, da sie Geld­mit­tel der Ver­si­che­run­gen bin­det.

Die Ver­si­che­rungs­ex­per­tin der Links­frak­ti­on Su­san­na Ka­ra­wans­kij warf der Bun­des­re­gie­rung vor, auf dem Ver­si­che­rungs­markt nicht für aus­rei­chend Trans­pa­renz zu sor­gen. Am Hun­ger­tuch nag­ten die meis­ten Ver­si­che­run­gen nicht. „Ih­nen kommt zu­gu­te, dass das Über­schuss­sys­tem ein Di­ckicht ist, durch das nicht mal ver­sier­te Fi­nan­zer von au­ßen drin­gen kön­nen.“Es müs­se trans­pa­rent ge­macht wer­den.

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