Viel zu va­ge

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - LESERBRIEFE -

Mer­kels Pa­ro­le: „Wir schaf­fen das“und all­ge­mein ge­hal­te­ne Aus­sa­gen an die Be­völ­ke­rung mit dem Ziel „durch­zu­hal­ten“und ei­ne nur hin­hal­ten­de Ver­schär­fung des Asyl­rechts, tra­gen mei­nes Erach­tens we­nig zur Lö­sung des ge­gen­wär­ti­gen Zu­stands bei. Bei der der­zei­ti­gen La­ge er­war­tet die Be­völ­ke­rung in der Flücht­lings­fra­ge Pro­blem­lö­sungs­kom­pe­tenz aus dem Zentrum der Macht und kon­struk­tiv trans­pa­ren­te Ant­wor­ten, wie (nach wel­chen Plä­nen) und durch wen (Ver­ant­wort­lich­kei­ten) ge­han­delt wer­den muss. Der Satz in der Neu­jahrs­re­de der Kanz­le­rin: „Wir sind der Ge­gen­ent­wurf zur hass­er­füll­ten Welt des Ter­rors“ist „sou­ve­rän un­scharf“for­mu­liert und geht am Kern vor­bei, weil nur das Ziel nicht aber den Weg zum voll­stän­di­gen Ge­lin­gen der In­te­gra­ti­on in un­se­re Ge­sell­schaft an­spricht. Nach Auf­tre­ten der Flücht­lings­pro­ble­ma­tik vor ein­ein­halb Jah­ren, sind wir von ei­ner nur vor­läu­fi­gen „Lö­sung“weit ent­fernt. Das Ver­trau­en in die Pro­blem­lö­sungs­kom­pe­tenz der Ver­ant­wort­li­chen schwin­det im­mer mehr. Gleich­wohl ist Han­deln das Ge­bot er St­un­de, da­mit der an­fäng­li­che „Will­kom­mens­gruß“nicht der Fluch von Mor­gen wird. Rein­hard Schneider 40474 Düs­sel­dorf

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.