Zu viel Me­dien­tra­ra

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - LESERBRIEFE -

Zu „Die Ver­letz­lich­keit des Ein­zel­nen be­den­ken“(RP vom 12. Ja­nu­ar): Bei Po­li­ti­ker(in­ne)n, die sich selbst lo­ben, „kla­re Kan­te zei­gen“und „end­lich durch­grei­fen“wol­len, fragt man sich, war­um sie dies ei­gent­lich bis­her nicht ge­tan ha­ben. Die Volks­weis­heit „wer an­gibt, hat’s nö­tig“, kommt ei­nem in den Sinn. Dies soll aber kei­ne all­ge­mei­ne Po­li­ti­ker­schel­te sein. Es gibt zum Glück auch ei­ni­ge, die der­ar­ti­ges Vo­ka­bu­lar nicht nö­tig ha­ben und statt des­sen ih­re Kraft da­für ein­set­zen, oh­ne gro­ßes Me­dien­tra­ra kom­ple­xe Pro­ble­me zu lö­sen. In­ter­es­san­ter­wei­se be­le­gen die­se – un­ab­hän­gig von ih­rer Par­tei­zu­ge­hö­rig­keit – im­mer noch die vor­de­ren Plät­ze bei Be­liebt­heits­um­fra­gen. Viel­leicht könn­ten die „Kan­te-Zei­ger“ein­mal dar­über nach­den­ken, dass man die Stil­len und Nach­denk­li­chen im Lan­de mit der­ar­ti­gen Pa­ro­len nur ab­schreckt. Pe­ter Krause per Mail

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