Ter­ror in Af­gha­nis­tan

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON GRE­GOR MAYNTZ

Die grau­en­haf­ten Bil­der vom ver­hee­ren­den An­schlag in Kabul ma­chen be­trof­fen. Sie ver­stär­ken den Ruf nach ei­nem En­de der Ab­schie­bun­gen dort­hin – das ist all­zu leicht ver­ständ­lich. Rich­tig ist, dass selbst im Re­gie­rungs- und Di­plo­ma­ten­vier­tel der af­gha­ni­schen Haupt­stadt die Men­schen nicht si­cher sind. Aber wa­ren sie es mit­ten in der deut­schen Haupt­stadt kurz vor Weih­nach­ten auf dem Breit­scheid­platz? Das Aus­maß der Ter­ror­be­dro­hung ist si­cher nicht ver­gleich­bar. Und doch hal­ten es in­ter­na­tio­na­le Ent­wick­lungs­hel­fer seit Jahr­zehn­ten für si­cher ge­nug, beim Auf­bau Af­gha­nis­tans mit­zu­hel­fen und je­den Tag un­ter Af­gha­nen ihr Ri­si­ko zu tei­len. So wie es auch vie­le Tau­send Sol­da­ten aus Na­to-Län­dern tun.

Des­halb bleibt es recht­lich wie rea­li­täts­nah da­bei, je­des ein­zel­ne Flücht­lings­schick­sal zu über­prü­fen und je­de Be­dro­hung in­di­vi­du­ell zu prü­fen. Vie­le Mil­lio­nen Af­gha­nen er­leb­ten auch zum Zeit­punkt des An­schlags ei­nen fried­li­chen All­tag. Wer Flucht als ein­zi­ge Mög­lich­keit für Af­gha­nis­tan de­fi­niert, gibt das Land ver­lo­ren. Das hat es nicht ver­dient. BE­RICHT EIN TANK­LAS­TER GE­FÜLLT MIT SPRENG­STOFF, SEI­TE A6

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.