Die Star­ken sol­len zah­len

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - WIRTSCHAFT -

Das An­sin­nen der EU-Kom­mis­si­on ist ver­ständ­lich: Um ei­ne Wie­der­ho­lung der Eu­ro-Kri­se zu ver­mei­den, will sie die Eu­ro-Zo­ne re­for­mie­ren und ih­re Kon­struk­ti­ons­feh­ler be­sei­ti­gen. Doch am En­de lau­fen die Vor­schlä­ge von Juncker und Co. dar­auf hin­aus, die wirt­schaft­lich star­ken Län­der mehr als bis­her für die schwa­chen zah­len zu las­sen. Das fängt bei der ge­mein­sa­men Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung an, geht über den Eu­ro-Fi­nanz­mi­nis­ter und hört bei der ge­mein­sa­men Ein­la­gen-Si­che­rung auf. Sol­che Ver­ge­mein­schaf­tun­gen sind un­ter An­rei­z­as­pek­ten falsch und tra­gen nicht da­zu bei, die Ak­zep­tanz der EU zu ver­bes­sern. An­statt neue Re­for­men vor­zu­schla­gen, soll­te die EU lie­ber längst ver­ab­re­de­te durch­set­zen. Der Maas­tricht-Ver­trag ist zum Pa­pier­ti­ger ver­kom­men, die Schul­den­gren­zen im­mer wie­der ge­bro­chen. Statt Grie­chen­land vor zwei Jah­ren zu Re­for­men an­zu­hal­ten, gab Juncker den Tsi­pras-Ver­ste­her. Das al­les macht den Auf­schlag der Kom­mis­si­on so un­glaub­wür­dig. Ant­je Hö­ning

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