Schüt­zen­fes­te: Ju­gend­schutz wird kon­trol­liert

Prä­ven­ti­ons­pro­gramm mit al­ko­hol­frei­en Cock­tails, „Rausch-Par­cour“und ei­nem Al­ko­hol­quiz.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - RHEIN-KREIS UND REGION -

RHEIN-KREIS (NGZ) Das Ju­gend­amt des Rhein-Kreis warnt an­ge­sichts der Pfings­ten be­gin­nen­den Schüt­zen­fest­sai­son vor Al­ko­hol­miss­brauch bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen. „Ob­wohl der re­gel­mä­ßi­ge Al­ko­hol­kon­sum bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen kon­ti­nu­ier­lich leicht zu­rück­geht, grei­fen sie be­son­ders an sol­chen Fest­ta­gen ver­mehrt zur Fla­sche“, sa­gen die Ex­per­ten.

Die­sen Trend be­ob­ach­tet das Ju­gend­amt seit meh­re­ren Jah­ren. Da­bei bleibt es für vie­le Ju­gend­li­che nicht beim „Pro­bie­ren“, son­dern ihr Um­gang mit dem Al­ko­hol ver­ur­sacht oft erns­te ge­sund­heit­li­che Schä­den und macht me­di­zi­ni­sche Hil­fe er­for­der­lich. Be­grif­fe wie „Ko­ma-Sau­fen“be­schrei­ben auf dras­ti­sche Wei­se das fehl­ge­lei­te­te Kon­sum­ver­hal­ten. Po­li­zei, Ord­nungs­äm­ter und das Ju­gend­amt Rhein-Kreis Neuss nah­men die Fest­ta­ge des­halb noch ein­mal zum An­lass, um auf die Be­stim­mun­gen des Ju­gend­schut­zes hin­zu­wei­sen und an die Ver­ant­wort­lich­keit der Er­wach­se­nen zu ap­pel­lie­ren. „Wäh­rend der be­vor­ste­hen­den Ta­ge wer­den die Be­hör­den ein be­son­de­res Au­gen­merk auf die Ein­hal­tung der Ju­gend­schutz­be­stim­mun­gen le­gen“, heißt es. Mit ei­ner be­son­de­ren Ak­ti­on macht das Ju­gend­amt auf den über­mä­ßi­gen Al­ko­hol­kon­sum von Kin­dern und Ju­gend­li­chen auf­merk­sam. Im Rah­men des Prä­ven­ti­ons­pro­jekts „ProJu­gend statt Pro­Mil­le“, das es in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Ca­ri­tas­ver­band und dem Kom­mis­sa­ri­at „Vor­beu­gung“der Po­li­zei durch­führt, rollt das „PrE­vent-Mo­bil“zu ei­nem der größ­ten Schüt­zen­fes­te, zu „Un­ges Pengs­te“in Kor­schen­broich. Dort wer­den am Sams­tag, 3. Ju­ni, al­ko­hol­freie Cock­tails, ein „Rausch-Par­cour“, ein Al­ko­hol­quiz und di­ver­se In­for­ma­tio­nen rund ums The­ma „Sucht“an­ge­bo­ten und spie­le­risch ver­mit­telt.

Die Be­stim­mun­gen des Ju­gend­schutz­ge­set­zes im Be­reich der Al­ko­hol­ab­ga­be sind klar und deut­lich: So­ge­nann­te „har­te Al­ko­ho­li­ka“wie Schnäp­se, Li­kö­re, Rum oder Whis­ky dür­fen ge­ne­rell nicht an Min­der­jäh­ri­ge un­ter 18 Jah­ren ab­ge­ge­ben wer­den. Dies gilt auch für al­le brand­wein­hal­ti­gen Mix­ge­trän­ke be­zie­hungs­wei­se Al­co­pops. Bier oder Wein dür­fen be­reits an 16-Jäh­ri­ge ab­ge­ge­ben wer­den; wenn die El­tern da­bei sind, so­gar schon an 14-Jäh­ri­ge. Wei­te­re In­fos bei Micha­el Hack­ling, Te­le­fon: 02161 61045133.

FO­TO: RKN

Das Ju­gend­amt star­tet ei­ne Kam­pa­gne ge­gen Al­ko­hol­miss­brauch.

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