Mehr Öko­no­mie wa­gen

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON FLO­RI­AN RINKE

Die rot-grü­ne Bil­dungs­po­li­tik in NRW war ei­ner der größ­ten Kri­tik­punk­te der Op­po­si­ti­ons­par­tei­en CDU und FDP. Nun, da sie die Lan­des­re­gie­rung bil­den wol­len, soll es an­ders lau­fen. Ei­ne Maß­nah­me: Wirt­schaft soll Schul­fach wer­den.

Es ist gut, dass die bei­den Par­tei­en für mehr öko­no­mi­sche Grund­bil­dung bei Schü­lern sor­gen wol­len. Wich­tigs­tes Ziel soll­te es sein, sie da­durch zu mün­di­gen Ver­brau­chern zu ma­chen. Das geht am bes­ten, wenn es gut aus­ge­bil­de­te Leh­rer und fun­dier­te Lehr­wer­ke gibt. Zwar ist nicht per se je­des von Un­ter­neh­men be­reit­ge­stell­te Un­ter­richts­ma­te­ri­al schlecht, doch die Schu­le darf nicht für die Mar­ken­bil­dung und für Wer­be­kam­pa­gnen miss­braucht wer­den – auch nicht für ver­steck­te. Soll­te der Ein­fluss sol­cher „Ar­beits­blät­ter“al­so sin­ken: gut so. Und wenn es dann noch ge­lingt, Grün­der­geist zu we­cken, weil Un­ter­neh­mer­tum als et­was Span­nen­des, Po­si­ti­ves dar­ge­stellt wird, um­so bes­ser. Ob es da­für aber gleich ein ei­ge­nes Schul­fach braucht? Es gibt ge­nü­gend Bau­stel­len im Bil­dungs­be­reich – die­se Ent­schei­dung soll­te gut über­legt sein. BE­RICHT SCHUL­FACH WIRT­SCHAFT FRÜ­HES­TENS 2020, SEI­TE ##

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