Ver­schwur­belt

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS -

Das Ad­jek­tiv „ver­schwur­belt“lei­tet sich ety­mo­lo­gisch aus dem mit­tel­hoch­deut­schen Verb „swer­ben“ab, was so viel wie „schwin­de­lig wer­den“, „sich wir­belnd be­we­gen“be­deu­tet. Heu­te wird das Wort meist in Be­zug auf ei­ne über­mä­ßig kom­pli­zier­te Aus­drucks­wei­se ver­wen­det. Das kann für Un­ver­ständ­nis sor­gen, wes­halb die zu­künf­ti­ge Fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Ka­ta­ri­na Bar­ley (SPD) für „ei­ne ver­ständ­li­che­re Spra­che in der Po­li­tik“wirbt. Ei­ner, der das vor­bild­haft macht, ist USPrä­si­dent Do­nald Trump. Schon im Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res lob­te Horst See­ho­fer die­sen als „nicht abs­trakt, nicht ver­schwur­belt“. Viel ein­fa­cher macht es Trumps ein­fa­che Spra­che je­doch auch nicht, ihn zu ver­ste­hen – bei der Un­be­re­chen­bar­keit des Man­nes im Wei­ßen Haus kann ei­nem gleich­wohl schwin­de­lig wer­den. hlu

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.