Hier bin ich Kö­nig

Ein­mal im Le­ben ein Kö­nig sein: Bei den Schüt­zen­ver­ei­nen und -bru­der­schaf­ten im RheinK­reis Neuss geht das. Heu­te: Franz-Jo­sef und Bar­ba­ra Breu­er (St.-Se­bas­tia­nus-Schüt­zen­bru­der­schaft Furth).

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - NEUSS -

Na­men Franz-Jo­sef (55) und Bar­ba­ra Breu­er (51) Ver­ein/Bru­der­schaft St.-Se­bas­tia­nus-Schüt­zen­bru­der­schaft Furth – und dort im Hu­ber­tus­zug „Fröh­lich­keit“ak­tiv Was war Ihr ers­ter Ge­dan­ke, als der Vo­gel von der Stan­ge fiel? End­lich ist das Ding run­ter! Es hat­te ja lan­ge ge­nug ge­dau­ert, weil sich der Vo­gel nach dem 25. Schuss ver­dreht hat­te und fort­an äu­ßerst wi­der­spens­tig war. Aber mit dem 108. Schuss war er dann un­ten – und da­mit wur­de ein lang­ge­heg­ter Traum war. Das ist et­was wirk­lich Be­son­de­res für mich. Seit wann war es Ihr Traum, ein­mal Schüt­zen­kö­nig auf der Furth zu wer­den? Das ging los, als mein On­kel Paul vor 50 Jah­ren Schüt­zen­kö­nig war. Seit­her woll­te ich das auch ein­mal selbst er­le­ben. Schön, dass es jetzt so­weit ist. Was war Ihr ers­ter Ge­dan­ke, als Sie Ih­re Frau frag­ten, ob sie Kö­ni­gin sein möch­te? Wir ha­ben das in der Ver­gan­gen­heit ja schon häu­fig dis­ku­tiert, bei­na­he wä­re ich im ver­gan­ge­nen Jahr schon zum Vo­gel­schuss ge­schrit­ten. Sie hat jetzt so­fort „Ja“ge­sagt und freut sich rie­sig auf das Fest. Wenn wir als Kö­nigs­paar un­se­ren Ort re­gie­ren wür­den, lau­te­te un­ser ers­tes Ge­setz: Kla­re Sa­che: Dass al­le fried­voll mit­ein­an­der fei­ern und je­der al­les gibt, da­mit die Ge­mein­schaft ein tol­les Fest fei­ern kann. Denn dar­um geht es doch: Um schö­ne und fried­li­che Ta­ge für die Men­schen im Ort. Das gibt es nur in un­se­rem Ort be­zie­hungs­wei­se in un­se­rem Ver­ein: Wir sind ei­ne tol­le Schüt­zen­fa­mi­lie, in der man sich kennt und ge­gen­sei­tig hilft. Als Kö­ni­gin darf man auf kei­nen Fall: Am Kir­mes­sonn­tag oh­ne Hut zur Pa­ra­de er­schei­nen. Als Kö­nig muss man auf je­den Fall: Im­mer gu­te Lau­ne ver­brei­ten und al­les da­für ge­ben, dass es für Schüt­zen und Be­su­cher ein schö­nes Fest wird. Ihr Lieb­lings­ge­tränk beim Schüt­zen­fest... Ich trin­ke am liebs­ten ein gut ge­kühl­tes Pils, mei­ne Frau be­vor­zugt Rad­ler. Ihr Lieb­lings­lied beim Schüt­zen­fest... Ich lie­be den Marsch „Dem Land Ti­rol“. Mei­ne Frau hat sich das Lied „Feu­er­werk“für un­se­ren ge­mein­sa­men Tanz ge­wünscht. An die­ser Stel­le grü­ßen wir ganz be­son­ders: Al­le Schüt­zen und Freun­de des Brauch­tums – und ich freue mich rie­sig, dass mein Schwie­ger­va­ter das Fest mit­fei­ern kann. Nächs­ter Ter­min als Schüt­zen­kö­nigs­paar: Heu­te um 17 Uhr geht es ge­mein­sam zur Kir­mes­plat­z­er­öff­nung.

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