Stadt: Kon­ver­ter-Stand­ort nur nach ei­ner Neu­pla­nung mög­lich

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - KAARST -

KAARST (NGZ) Die Stadt Kaarst hat den Er­ör­te­rungs­ter­min zur Fort­schrei­bung und Än­de­rung des Re­gio­nal­plans Düsseldorf ge­nutzt, um hin­sicht­lich der Drei­ecks­flä­che die ei­ge­ne Po­si­ti­on noch ein­mal deut­lich zu ma­chen. Aus Sicht der Stadt stand da­bei ins­be­son­de­re die Fra­ge im Vor­der­grund, ob und un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die Fest­le­gung der Flä­che als Be­reich zur Si- che­rung und Ab­bau von Bo­den­schät­zen ge­än­dert be­zie­hungs­wei­se auf­ge­ho­ben wer­den kann. Dies wä­ren die Vor­aus­set­zun­gen da­für, auf der ge­nann­ten Flä­che statt ei­ner Kies­ab­gra­bung ei­nen Kon­ver­ter zu be­trei­ben.

Nach Auf­fas­sung der Stadt­ver­wal­tung ist ei­ne sol­che Än­de­rung be­zie­hungs­wei­se Auf­he­bung nur dann mög­lich, wenn es ei­ne voll- stän­di­ge Über­prü­fung der bis­he­ri­gen Kon­zen­tra­ti­ons­flä­chen­pla­nung gibt, heißt es in ei­ner Stel­lung­nah­me.

Für Bür­ger­meis­te­rin Ul­ri­ke Ni­en­haus er­gibt sich dar­aus: „Die Flä­chen­pla­nung zum Roh­stoff­abbau, wie sie in der der­zeit gül­ti­gen 51. Än­de­rung des Re­gio­nal­plans vor­liegt, ist höchst­rich­ter­lich durch das OVG Müns­ter be­stä­tigt wor­den. Soll­te ei­ne ein­zel­ne Flä­che an­ders ge­nutzt wer­den sol­len, schließt sich aus un­se­rer recht­li­chen Auf­fas­sung dar­an ei­ne na­he­zu voll­stän­di­ge Neu­pla­nung der Kon­zen­tra­ti­ons­flä­chen­pla­nung an.“Es bleibt nun­mehr ab­zu­war­ten, wie die Be­zirks­re­gie­rung Düsseldorf die vor­ge­tra­ge­nen Ar­gu­men­te be­wer­tet und wel­che Ent­schei­dung der Re­gio­nal­rat tref­fen wird.

Vier Ta­ge lang hat­ten Ver­tre­ter der von der Stand­ort­su­che be­trof­fe­nen Kom­mu­nen und sons­ti­ge Be­tei­lig­te so­wie die Be­zirks­re­gie­rung Düsseldorf als Re­gio­nal­pla­nungs­be­hör­de im Bür­ger­haus Er­krath-Hoch­dahl den Re­gio­nal­plan Düsseldorf (RPD) er­ör­tert.

Die Be­zirks­re­gie­rung wird erst die Hin­wei­se aus der Er­ör­te­rung prü­fen und dann im nächs­ten Schritt den Re­gio­nal­rat Düsseldorf über das Er­geb­nis un­ter­rich­ten. Da­nach wird die wei­te­re Er­ar­bei­tung des Re­gio­nal­plans ab­ge­stimmt. Da die Be­zirks­re­gie­rung da­von aus­geht, dass vor­aus­sicht­lich noch we­sent­li­che Än­de­run­gen am Plan­ent­wurf vor­zu­neh­men sein wer­den, ist im Som­mer mit dem Be­ginn ei­ner wei­te­ren, in­halt­lich be­grenz­ten Be­tei­li­gungs­run­de zu rech­nen.

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