Po­li­zei legt neue Stan­dards für Er­mitt­lun­gen fest

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - LANDESHAUPTSTADT DÜSSELDORF -

(sg) Nach der Pan­nen­se­rie im Fall des Dop­pel­mords von Bilk, den die Er­mitt­ler wo­chen­lang als er­wei­ter­ten Sui­zid be­han­delt hat­ten, hat die Kri­po neue Stan­dards für sol­che Er­mitt­lungs­ver­fah­ren fest­ge­legt. Es ha­be ei­ne „in­ten­si­ve Auf­be­rei­tung“des Fal­les ge­ge­ben, sag­te Po­li­zei­spre­cher Andre­as Czo­gal­la. Nach dem Tod ei­ner 86-Jäh­ri­gen und ih­rer Toch­ter wa­ren kei­ne Spu­ren am Tat­ort ge­si­chert und Hin­wei­se der Rechts­me­di­zin igno­riert wor­den. Die mut­maß­li­che Tä­te­rin steht der­zeit in Gie­ßen vor Ge­richt, wo ihr ein wei­te­res Tö­tungs­de­likt zur Last ge­legt wird. Dort hat­te ein Rechts­me­di­zi­ner am Mitt­woch aus­ge­sagt, der Dop­pel­mord sei nicht der ein­zi­ge Fall, in dem die Kri­po Ein­schät­zun­gen der Rechts­me­di­zi­ner igno­riert hät­te. Das Rechts­me­di­zi­ni­sche In­sti­tut hat die­se Aus­sa­ge auf Nach­fra­ge der Staats­an­walt­schaft Düsseldorf ges­tern nicht be­stä­tigt. Der in­zwi­schen nach Salz­burg ge­wech­sel­te Mit­ar­bei­ter ist nun von der Staats­an­walt­schaft auf­ge­for­dert wor­den, zu er­klä­ren, wo­von er im Gie­ße­ner Zeu­gen­stand ge­spro­chen hat. „Wir be­grü­ßen sehr, dass die Staats­an­walt­schaft sich um Auf­klä­rung be­müht“, sag­te Czo­gal­la. Die Be­haup­tung des Rechts­me­di­zi­ners ha­be die Po­li­zei „über­rascht“.

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