Jörg Geer­lings lei­tet Auf­klä­rung im „Fall Am­ri“

Land­tag setzt Un­ter­su­chungs­aus­schuss wie­der ein. Neus­ser CDU-Po­li­ti­ker über­nimmt den Vor­sitz.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - PANORAMA - VON LUD­GER BA­TEN

NEUSS Schnel­ler als ge­dacht ist Jörg Geer­lings (44) im nord­rhein-west­fä­li­schen Land­tag (wie­der) an­ge­kom­men – dort muss sich der Ab­ge­ord­ne­te aus Neuss als Rück­keh­rer of­fen­bar nicht hin­ten an­stel­len, son­dern er star­tet durch: Sei­ne CDUFrak­ti­on, die das Vor­schlags­recht be­sitzt, ent­sen­det den pro­mo­vier­ten Ju­ris­ten als Vor­sit­zen­den in den Un­ter­su­chungs­aus­schuss im „Fall Am­ri“. Auf Geer­lings, der in der „In­ne­ren Si­cher­heit“ei­nen Schwer­punkt sei­ner lan­des­po­li­ti­schen Ar­beit sieht, kommt da nach ei­ge­ner Ein­schät­zung „ei­ne wich­ti­ge und span­nen­de Ar­beit“zu. Er freue sich, dass die Frak­ti­ons­füh­rung ihn für die­se Auf­ga­be vor­ge­schla­gen ha­be. Er ge­he die Ar­beit in dem fes­ten Wil­len an, „Licht in das Dun­kel die­ser schreck­li­chen Tat zu brin­gen“.

Be­reits zu Be­ginn ih­rer Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen im Land­tag hat­ten sich CDU und FDP dar­auf ver­stän­digt, den Par­la­men­ta­ri­schen Un­ter­su­chungs­aus­schuss zum Fall des Ber­li­ner Weih­nachts­marktat­ten­tä­ters wie­der ein­zu­set­zen. Der auf An­trag der da­ma­li­gen Op­po­si­ti­on ein­ge­setz­te Aus­schuss muss­te an­ge­sichts der Wah­len am 14. Mai sei­ne Ar­beit in der aus­lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode be­en­den. Da aber nach An­sicht von CDU und FDP zu vie­le Fra­gen zum Um­gang der Be­hör­den mit Anis Am­ri noch of­fen sind, soll der Aus­schuss im neu­en Land­tag sei­ne Ar­beit fort­set­zen. Die An­kün­di­gung aus dem Wahl­kampf set­zen CDU und FDP bei der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung des Land­tags jetzt um. „Wir hal­ten Wort“, sag­te der al­te und neue Spre­cher der CDU-Land­tags­frak­ti­on im Un­ter­su­chungs­aus­schuss, Da­ni­el Sie­ve­ke: „Die Su­che und Ana­ly­se von Feh­lern darf in ei­nem sol­chen Fall nicht von zu­fäl­li­gen Wahl­ter­mi­nen ab­hän­gen.“Die Ar­beit wer­de kon­se­quent fort­ge­setzt: „Der Land­tag ist und bleibt der Ort der Auf­klä­rung.“

Als Vor­sit­zen­der wer­den Jörg Geer­lings und die Aus­schuss­mit­glie­der von ei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on un­ter­stützt, die die Land­tags­ver­wal­tung zur Ver­fü­gung stellt. Wie lan­ge sich die Un­ter­su­chun­gen im Aus­schuss hin­zie­hen wer­den, ver­mag Geer­lings nicht ein­zu­schät­zen: „Das kann dau­ern.“Wich­tig sei­en die Er­kennt­nis­se und die dar­aus zu zie­hen­den Schluss­fol­ge­run­gen: „Wenn es Feh­ler ge­ge­ben ha­ben soll­te, dann müs­sen wir da­für Sor­ge tra­gen, dass es zu­künf­tig bes­ser ge­macht wird.“Die In­ne­re Si­cher­heit war ne­ben Bil­dung und Wirt­schaft das drit­te Schwer­punkt­the­ma der CDU im NRW-Wahl­kampf.

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