Hu­mus für den IS-Ter­ror

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON MAT­THI­AS BEERMANN

Für die Ter­ror-Stra­te­gen des Is­la­mi­schen Staats ist es zwei­fel­los ein gro­ßer Er­folg: Ein blu­ti­ger An­schlag auf zwei der am bes­ten ge­schütz­ten Stät­ten des Iran soll da­von ab­len­ken, dass der IS in sei­nen Hoch­bur­gen im Irak und in Sy­ri­en mi­li­tä­risch mit dem Rü­cken zur Wand steht. Für Irans so­eben erst wie­der­ge­wähl­ten Prä­si­den­ten Ru­ha­ni da­ge­gen ist die Atta­cke ei­ne Ka­ta­stro­phe. Die Re­gie­rung in Te­he­ran hat­te den Iran stets als si­chers­tes Land in der Re­gi­on ge­prie­sen. Doch nun hat der is­la­mis­ti­sche Ter­ror auch den Got­tes­staat er­reicht.

Es ist fast ein Wun­der, dass es so lan­ge ge­dau­ert hat. Ist der Iran doch der wich­tigs­te Ver­bün­de­te von Sy­ri­ens Dik­ta­tor Ba­schar al As­sad im sy­ri­schen Bür­ger­krieg und hat durch sei­ne Ein­mi­schung auch im Irak den sun­ni­ti­schen Ex­tre­mis­mus dort er­heb­lich ge­schürt. Die ver­bis­se­ne Ri­va­li­tät zwi­schen dem schii­ti­schen Iran und den sun­ni­ti­schen Golf­mon­ar­chi­en ist der ei­gent­li­che Hu­mus, auf dem der IS wu­chert. Wür­de die­se Feind­schaft end­lich be­gra­ben, wä­re es auch mit dem IS-Ter­ror bald vor­bei. Aber da­nach sieht es lei­der nicht aus. Ganz im Ge­gen­teil. BE­RICHT IS TÖ­TET BEI DOP­PEL­AN­SCHLAG...., TITELSEITE

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