Pe­t­rausch­ke: Staat muss wirt­schafts­freund­li­cher sein

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - RHEIN-KREIS UND REGION -

RHEIN-KREIS (NGZ) Zum dies­jäh­ri­gen Kon­gress Kom­mu­na­le Wirt­schafts­för­de­rung NRW ha­ben sich am Mitt­woch in Müns­ter rund 100 Wirt­schafts­för­de­rer der Städ­te, Krei­se und Ge­mein­den aus NRW ge­trof­fen. The­ma der Ver­an­stal­tung: Was braucht NRW jetzt – Wirt­schaft und Wirt­schafts­för­de­rung 20172022. Haupt­red­ner war Arndt Kirch­hoff, Prä­si­dent von Un­ter­neh­mer.NRW, der deut­lich mach­te, wie drin­gend Nord­rhein-West­fa­len nach Auf­fas­sung der NRW-Un­ter­neh­mens­ver­bän­de ei­ne über­zeu­gen­de wirt­schafts­po­li­ti­sche Agen­da be­nö­tigt. Ziel der neu­en Lan­des­re­gie­rung müs­se sein, Nord­rhein- West­fa­len im Wett­be­werb der Wirt­schafts­stand­or­te wie­der nach vorn zu brin­gen, sag­te Kirch­hoff. Da­für er­for­der­lich sei­en ins­be­son­de­re ein so­for­ti­ger Re­gu­lie­rungs-Stopp, ein nach­hal­ti­ges Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rungs­Kon­zept, mas­si­ve In­ves­ti­tio­nen in die di­gi­ta­le und die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur so­wie ei­ne Qua­li­täts­of­fen­si­ve in der Bil­dungs­po­li­tik. Die­se Si­gna­le müss­ten nun kom­men, um ech­te Auf­bruchs­stim­mung in der Wirt­schaft zu er­zeu­gen, so Kirch­hoff.

Auch die kom­mu­na­len Wirt­schafts­för­de­rer zeig­ten sich der Be­deu­tung wirt­schaft­li­chen Han­delns in den Städ­ten, Krei­sen und Ge­mein­den in NRW be­wusst: „Wirt­schafts­freund­lich­keit soll­te in noch stär­ke­rem Ma­ße auf al­len Ebe­nen staat­li­chen Han­delns als Qu­er­schnitts­auf­ga­be an­ge­se­hen wer­den und wich­ti­ges Kri­te­ri­um bei al­len po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen in Nord­rhein-West­fa­len sein“, for­der­te Hans-Jür­gen Pe­t­rausch­ke, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Kom­mu­na­len Wirt­schafts­för­de­rung NRW und Land­rat des Rhein-Krei­ses Neuss. „Ei­ne güns­ti­ge wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung ist Vor­aus­set­zung, dass Städ­te, Krei­se und Ge­mein­den an At­trak­ti­vi­tät ge­win­nen, so­zia­le Pro­blem­la­gen ver­rin­gert wer­den und die Fi­nanz­kraft der Kom­mu­nen steigt. Den Kom­mu­nen und ih­ren Ein­woh­nern geht es nur gut, wenn es auch der ört­li­chen Wirt­schaft gut geht“, so Pe­t­rausch­ke. Wei­te­re wich­ti­ge For­de­run­gen der kom­mu- na­len Wirt­schafts­för­de­rer sind die Über­prü­fung des In­stru­men­ta­ri­ums im Pla­nungs­recht, in der Ver­kehrs­po­li­tik und bei Ent­schei­dun­gen über den Aus­bau von Breit­band-In­fra­struk­tu­ren im Hin­blick auf ih­re Wirt­schafts­freund­lich­keit. Zu­dem for­der­ten die kom­mu­na­len Wirt­schafts­för­de­rer das Land auf, ei­nen mög­lichst flä­chen­de­cken­den Aus­bau der Glas­fa­ser­net­ze bis zum Jahr 2026 si­cher­zu­stel­len und die pla­nungs­recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen zu ver­bes­sern, da­mit Städ­te, Krei­se und Ge­mein­den auch in den nächs­ten Jah­ren ge­nü­gend Ge­wer­be­flä­chen für Un­ter­neh­men be­reit­stel­len kön­nen.

F: RKN

Land­rat Hans-Jür­gen Pe­t­rausch­ke ist Vor­stands­vor­sit­zen­der der Kom­mu­na­len Wirt­schafts­för­de­rung NRW.

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