Wal­ter Pe­ters – ein Le­ben fürs Bo­xen

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - SPORT IM RHEIN-KREIS -

NEUSS (sit) Im Ring ent­schied Wal­ter Pe­ters vie­le sei­ner Kämp­fe mit ei­ser­nem Wil­len zu sei­ne Guns­ten, doch am Frei­tag er­tön­te für ihn der Schluss­gong. Der Grün­der des Box­ring Neuss ver­starb im Al­ter von 88 Jah­ren.

Ge­bo­ren am 10. No­vem­ber 1928 auf der an­de­ren Rhein­sei­te ge­hör­te sein Herz zu­nächst dem Fuß­ball und Fortu­na Düs­sel­dorf. Wäh­rend des Krie­ges ent­deck­te er je­doch den Box­sport für sich. Als 16-Jäh­ri­ger schloss er sich dem Deut­schen Sport­klub Düs­sel­dorf an und be­stritt bis zu sei­nem 30. Ge­burts­tag 174 Kämp­fe, von de­nen er 156 ge­wann. Dass er den Boxvi­rus auch nach sei­ner ak­ti­ven Kar­rie­re nicht los wur­de, war das gro­ße Glück der Faust­kämp­fer rund ums Ober­tor. In­zwi­schen mit der Trai­ner-, Rin­gund Punkt­rich­ter­li­zenz aus­ge­stat­tet grün­de­te Wal­ter Pe­ters 1992 „sei­nen“Ver­ein, den Box­ring Neuss. Dort war er das „Mäd­chen für al­les“und gab als Vor­sit­zen­der die Rich­tung vor. Be­son­ders gro­ßen Wert leg­te Pe­ters im­mer auf ei­ne nach­hal­ti­ge Ju­gend­ar­beit. Für sei­ne Ver­diens­te be­dach­te ihn der Deut­sche Ama­teur-Box-Ver­band mit al­len zur Ver­fü­gung ste­hen­den Eh­ren­ga­ben. Nun aber hat der lei­den­schaft­li­che Bo­xer für im­mer den Ring ver­las­sen. Er wird sei­nen Jungs feh­len.

NGZ-FO­TO: ARCHIV

Am und im Ring fühl­te sich Wal­ter Pe­ters stets am wohls­ten.

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