Ni­co­le Klein si­chert sich WM-Sil­ber

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - SPORT IM RHEIN-KREIS -

ROM­MERS­KIR­CHEN (rosz-) Es war ih­re ers­te Welt­meis­ter­schaft und noch da­zu ei­ne klei­ne Hit­ze­schlacht. Trotz­dem kämpf­te sich Tri­ath­le­tin Ni­co­le Klein im slo­wa­ki­schen Sa­mo­rin aufs Trepp­chen. Die Rom­mers­kir­che­ne­rin si­cher­te sich in der „Chal­len­ge-Fa­mi­ly-Se­rie“auf der Mit­tel­dis­tanz Sil­ber in ih­rer Al­ters­klas­se.

Nach 5:02,29 St­un­den über­quer­te die 41-Jäh­ri­ge to­tal er­schöpft, aber glück­lich die Zi­el­li­nie. „Das war ein har­tes Ren­nen, aber ich bin über­glück­lich über Sil­ber“, freut sich Ni­co­le Klein, die für das Tri­ath­lon­team des TSV Bay­er Dor­ma­gen star­tet. „Die Son­ne hat rich­tig ge­brannt, vor al­lem beim Lau­fen war es sehr heiß.“Doch Klein trotz­te den Tem­pe­ra­tu­ren über 35 Grad. Sie star­tet mit ei­ner so­li­den Leis­tung über die 1900 Me­ter Schwim­men, kam nach 28:27.6 Mi­nu­ten aus dem Was­ser – als Füh­ren­de in ih­rer Al­ters­klas­se und 14. der Ge­samt­wer­tung. Da­bei muss­te sie kurz vor dem Start noch ei­nen Schreck ver­dau­en, weil sie ih­ren Neo­pren­an­zug im Ho­tel­zim­mer ver­ges­sen hat­te. Ehe­mann Marc schaff­te es gera­de noch recht­zei­tig, den „Neo“zu ho­len. „Da ha­ben die Ner­ven ge­flat­tert, zu­mal mein Vi­sier am Rad­helm auch noch ver­schwun­den war.“Kaum im Was­ser, war die star­ke Schwim­me­rin dann aber in ih­rem Ele­ment und fand präch­tig ins Ren­nen. Auch auf dem Rad lief es gut. Nach ei­nem schnel­len Wech­sel spiel­ten die Bei­ne mit. Für die 90 Ki­lo­me­ter brauch­te Klein 2:33,40 St­un­den, da­mit lag vor dem Lau­fen auf Rang vier. Auf den 21 Ki­lo­me­tern schlug dann die Hit­ze voll zu und auch die Stre­cke war nicht oh­ne: 1:52,31 St­un­de be­nö­tig­te Klein für den Halb­ma­ra­thon. Es ging un­ter an­de­rem über den Sand ei­ner Pfer­de­renn­bahn. „Das hat mir am Schluss schon men­tal zu­ge­setzt“, ge­stand sie. Trotz­dem ver­moch­te sie sich wei­ter nach vor­ne zu kämp­fen, bei Ki­lo­me­ter 14 lag sie auf Platz drei, schließ­lich so­gar auf Rang zwei in der Al­ters­klas­se W40 bis 44. Im Ge­samt­klas­se­ment lan­de­te sie auf Platz 34 al­ler Frau­en.

„Un­glaub­lich, ich bin ganz schön platt, aber glück­lich mit dem Er­geb­nis“, lau­tet ihr Fa­zit. Ihr ers­ter Weg nach dem Ziel­ein­lauf führ­te sie ins Pl­ansch­be­cken mit Eis­was­ser, das der Ver­an­stal­ter im Ziel­be­reich auf­ge­stellt hat­te. Da­nach ging es zur Sie­ger­eh­rung. Qua­li­fi­ziert hat­te sich Ni­co­le Klein schon im ver­gan­ge­nen Jahr in Roth für die­se Welt­meis­ter­schaft. Die Chal­len­ge-Fa­mi­liy ist ne­ben dem Iron­man der größ­te Ver­an­stal­ter von Tri­ath­lon-Events welt­weit. Die bes­ten sechs Al­ters­klas­sen-Ath­le­ten bei be­stimm­ten Chal­len­ge-Events qua­li­fi­zie­ren sich für die Meis­ter­schaft.

FO­TO: TSV

Ge­schafft, aber glück­lich: Ni­co­le Klein prä­sen­tiert Sil­ber.

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