Hier kön­nen Kin­der in Düs­sel­dorf schwim­men ler­nen

In den An­fän­ger­kur­sen, die nach den Som­mer­fe­ri­en star­ten, sind noch Plät­ze frei. Zu­dem gibt es An­ge­bo­te in den Fe­ri­en, die sich an die kon­kre­te Nach­fra­ge an­pas­sen. Kein Kind wird ab­ge­wie­sen.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - LANDESHAUPTSTADT DÜSSELDORF - VON JÖRG JANS­SEN

59 Pro­zent der Zehn­jäh­ri­gen sind kei­ne si­che­ren Schwim­mer. Zu die­sem Er­geb­nis kommt ei­ne von der Deut­schen Le­bens­ret­tungs­ge­sell­schaft (DLRG) in Auf­trag ge­ge­be­ne bun­des­wei­te Um­fra­ge. Als Grün­de wer­den feh­len­de Zu­gangs­mög­lich­kei­ten zu Schwimm­bä­dern, feh­len­de St­un­den­kon­tin­gen­te so­wie Pro­ble­me bei der Qua­li­fi­ka­ti­on von Leh­rern ge­nannt. Und wie sieht das in Düs­sel­dorf aus? Die wich­tigs­ten Da­ten und Fak­ten im Über­blick. Die vor­schu­li­schen An­ge­bo­te Dar­an man­gelt es in Düs­sel­dorf nicht. Al­lein die städ­ti­sche Bä­der­ge­sell­schaft hat im ver­gan­ge­nen Jahr 22 Kur­se für Kin­der ab vier Jah­ren so­wie 80 Kur­se für Kin­der ab fünf Jah­ren, die mit dem „See­pferd­chen“ab­ge­schlos­sen wer­den kön­nen, an- ge­bo­ten. Hin­zu kom­men die Of­fer­ten pri­va­ter Schwimm­schu­len und von Ver­ei­nen. „Wer ein Mi­ni­mum an zeit­li­cher Fle­xi­bi­li­tät mit­bringt, fin­det ei­nen Platz“, sagt Ro­mi­na Wal­te­ro­wicz, Spre­che­rin der Bä­der­ge­sell­schaft. Eng kön­ne es an Sams­ta­gen wer­den, aber auch das gel­te nicht für al­le Stand­or­te. Und Schwimm­meis­te­rin Dag­mar Rin­ges-Faß­ben­der vom Nie­der­hei­dBad weiß, dass es in den An­fän­ger­kur­sen, die gleich nach den Som­mer­fe­ri­en star­ten, stadt­weit noch 90 freie Plät­ze gibt: Zwölf sei­en es im Bil­ker Bad, vier im Düs­sel­strand, 23 in Ben­rath, neun im Nie­der­hei­dBad, 34 in der Müns­ter­ther­me so­wie 19 in Un­ter­rath. Die schu­li­schen An­ge­bo­te Die­se un­ter­schei­den sich stark. Im Vor­teil sind Kin­der, bei de­nen Schwimm­un­ter­richt im Of­fe­nen Ganz­tag (OGS) an­ge­bo­ten wird. „Wir kön­nen in der OGS selbst Schwer­punk­te be­stim­men und ha­ben uns für die Klas­sen eins und zwei fürs Schwim­men ent­schie­den“, sagt Chris­ti­ne Kirsch­baum, Lei­te­rin der Paul-Klee- Schu­le in Stadt­mit­te. Da­nach fol­ge in Klas­se 3 der re­gu­lä­re Schwimm­un­ter­richt. „Im Er­geb­nis ver­las­sen 99 Pro­zent un­se­rer Jun­gen und Mäd­chen die Grund­schu­le als si­che­re Schwim­mer“, sagt die Päd­ago­gin. Frei­lich ge­hen nicht al­le Düs­sel­dor­fer Grund­schu­len die­sen Weg. Man­che set­zen ih­re Schwer­punk­te lie­ber im künst­le­risch-krea­ti­ven oder mu­si­schen Be­reich. Die Bä­der­ka­pa­zi­tä­ten „Je­de Schu­le, die Schwimm­un­ter­richt ge­ben will, kann das auch tun. Nie­mand wird ab­ge­wie­sen“, sagt die Lei­te­rin des Schul­ver­wal­tungs­am­tes, Dag­mar Wandt. Das gel­te un­ge­ach­tet der Tat­sa­che, dass Bä­der wie bei­spiels­wei­se das in Ober­kas­sel we­gen Neu­und Um­bau­ten zeit­wei­se ge­schlos­sen sei­en. „Wir fah­ren die Schü­ler in die­sen Fäl­len mit Bus­sen zu an­de­ren Stand­or­ten und über­neh­men da­für auch die Kos­ten“, ver­si­chert Wandt. Die Kin­der Für Dag­mar Rin­ges-Faß­ben­der steht fest: „Die mo­to­ri­schen Fä­hig­kei­ten der Kin­der sind rück­läu­fig.“Über die Ur­sa­chen mag sie nicht spe­ku­lie­ren. Tat­sa­che sei, dass es heu­te im Schnitt län­ger daue­re, bis Kin­der das Ju­gend­schwimm­ab­zei­chen in Bron­ze („Frei­schwim­mer“) er­hiel­ten. „Aber mit ein biss­chen Ge­duld kom­men al­le ans Ziel.“ Die Per­spek­ti­ve Schul- und Sport­de­zer­nent Burk­hard Hintz­sche glaubt nicht, dass die Da­ten aus der DLRG-Um­fra­ge auf Düs­sel­dorf über­trag­bar sind. Die Stadt in­ves­tie­re zwi­schen 2015 und 2020 rund 70 Mil­lio­nen Eu­ro in die städ­ti­schen Bä­der. „Das ma­chen wir auch, um das An­ge­bot für Kin­der und Schu­len wei­ter zu ver­bes­sern.“

RP-FO­TO: AN­NE ORTHEN

San­dra Faß­ben­der bringt im Nie­der­heid-Bad dem sechs­jäh­ri­gen Na­zar (l.) und dem sie­ben­jäh­ri­gen Lu­kas das Schwim­men bei.

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