Trau­ter­min per Hoch­zeits-App

Das Bis­tum Aa­chen will mit dem An­ge­bot hei­rats­wil­li­ge Paa­re ent­las­ten.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - NORDRHEIN-WESTFALEN - VON NATALIE URBIG

AA­CHEN Lan­ge be­rei­ten sich Ver­lieb­te auf ih­re Trau­ung vor: Kleid und An­zug müs­sen ge­kauft, ei­ne Kir­che ge­fun­den und die Gäs­te­lis­te ge­schrie­ben wer­den. Da­mit das Paar sich in die­ser Zeit auch noch auf sich be­sin­nen kann, ha­ben nun die Ehe- und Fa­mi­li­en­seel­sor­ger der ka­tho­li­schen Kir­che ei­ne App ent­wi­ckelt. Sie soll die Ver­lob­ten zwölf Mo­na­te im Vor­aus auf dem Weg zu ih­rer kirch­li­chen Trau­ung be­glei­ten. Sie gibt or­ga­ni­sa­to­ri­sche Hin­wei­se, nennt re­gio­na­le Ver­an­stal­tungs­tipps und sen­det den Ver­lieb­ten ein Mal wö­chent­lich ei­nen klei­nen Text über The­men, die die Part­ner­schaft be­tref­fen. Das Vor­bild der App war ei­ne An­wen­dung aus der Schweiz, wie Dia­na Em­mel­heinz vom Bis­tum Aa­chen er­zählt. Sie ge­hör­te zu dem Pro­jekt­team, das das Pro­gramm ent­wi­ckelt hat: „Trotz Vor­be­rei­tung soll das Paar noch Zeit für sich ha­ben“, sagt sie, „da­zu möch­ten wir Im­pul­se set­zen.“Und so funk­tio­niert die neue Hoch­zeits-App: Un- ter dem Na­men „Ehe.Wir.Hei­ra­ten“kann die An­wen­dung kos­ten­los auf das Smart­pho­ne her­un­ter­ge­la­den wer­den. Ei­ne kur­ze Re­gis­trie­rung ist er­for­der­lich: Dann wird der Na­me des Paa­res, der Trau­ter­min mit der Uhr­zeit und das da­zu­ge­hö­ri­ge Bis­tum an­ge­ge­ben. Kurz dar­auf wird der in­di­vi­du­el­le Hoch­zeits-Count­down ein­ge­blen­det. Pas­send da­zu wer­den dem Paar Ver­an­stal­tungs­vor­schlä­ge in sei­ner Um­ge­bung ge­macht – et­wa Ehe­vor­be­rei­tungs­kur- se, An­ge­bo­te für ein Wo­che­n­en­de zu Zweit oder Mög­lich­kei­ten für ein Cand­le-Light-Din­ner. „Es kön­nen auch meh­re­re Bi­stü­mer aus­ge­wählt wer­den und der Trau­ter­min kann im Nach­hin­ein ge­än­dert wer­den“, er­klärt Em­mel­heinz. „Die App passt ih­re Vor­schlä­ge au­to­ma­tisch an.“

Ne­ben den Ter­mi­nen wer­den den Ver­lob­ten ein Mal pro Wo­che über Push-Nach­rich­ten in­halt­li­che Im­pul­se mit auf den Weg ge­ge­ben. Es han­delt sich da­bei um Bil­der, Tex­te und Vi­de­os, die das Paar in der Vor­be­rei­tung un­ter­stüt­zen sol­len. „An al­les ge­dacht“heißt et­wa ein Im­puls, der ei­nen Über­blick über die ein­zel­nen Pla­nungs­schrit­te gibt. Mal be­kom­men die Paa­re aber auch Denk­an­stö­ße so­wohl über den Trau­ungs­ab­lauf als auch über ih­re ei­ge­ne Be­zie­hung, Fa­mi­lie und den Glau­ben: „Hör mir doch mal zu“oder „Al­les Fa­mi­lie“hei­ßen et­wa zwei Im­puls-The­men. In ei­nem wei­te­ren wird die Fra­ge auf­ge­wor­fen: „Wel­che For­mu­lie­run­gen wür­det ihr wäh­len, um das Be­son­de­re eu­rer Be­zie­hung aus­zu­drü­cken?“

FOTO: KIPPCONCEPT

Die Hoch­zeits-App kann kos­ten­los her­un­ter­ge­la­den wer­den.

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