Ein Mas­ter­plan für das Bar­ba­ra­vier­tel

Der Stadt­ver­ord­ne­te Ha­kan Te­mel gab den An­stoß, der SPD-Orts­ver­ein Neuss-Nord griff ihn auf: Mehr Far­be und bau­li­che Ver­bes­se­run­gen sol­len die Le­bens­qua­li­tät im Quar­tier ver­bes­sern. Da­für putzt die SPD auch Klin­ken.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - NEUSS - VON CHRIS­TOPH KLEINAU

NORDSTADT Durch Bür­ger­di­alo­ge zu ei­nem at­trak­ti­ve­ren Stadt­vier­tel: Der SPD-Orts­ver­ein Nordstadt hat das ehr­gei­zi­ge Ziel in An­griff ge­nom­men, mit ei­nem „Mas­ter­plan Bar­ba­ra­vier­tel“mehr Le­bens­qua­li­tät in die­ses Quar­tier zu brin­gen. Ein An­satz: Mit Stree­tart und ei­ner mo­der­ne­ren Ort­s­ein­fahrt über die Düs­sel­dor­fer Stra­ße soll wie­der mehr Far­be ins Bar­ba­ra­vier­tel kom­men. Maß neh­men will Initia­tor Ha­kan Te­mel, der im Bar­ba­ra­vier­tel ge­wähl­te Stadt­ver­ord­ne­te, an Vor­bil­dern in der Stadt.

Te­mel sieht sich als Ide­en­ge­ber aber auch als Sprach­rohr der en­ga­gier­ten An­woh­ner im Quar­tier. Er möch­te ei­ne Mo­der­ni­sie­rung der Düs­sel­dor­fer Stra­ße er­rei­chen und hofft auf die Auf­wer­tung des Vor­plat­zes am Su­per­markt. Zu die­sem Zweck hat er be­reits zahl­rei­che Orts­be­ge­hun­gen mit Ver­tre­tern der Stadt­ver­wal­tung und An­woh­nern hin­ter sich. Und er hat den SPDOrts­ver­ein und des­sen Vor­sit­zen­den Hein­rich Thiel für die­ses Ziel ge­win­nen kön­nen. „Wir sind der An­sicht, dass mehr pas­sie­ren muss und wer­den ge­mein­sam mit Ha­kan Te­mel die nächs­ten Schrit­te für ei­ne Auf­wer­tung des Vier­tels ge­hen“, sagt Thiel.

Ganz bei Null fängt Te­mel nicht an. Mit sei­ner Un­ter­stüt­zung konn­te die ge­plan­te Er­neue­rung des Spiel­plat­zes an der He­erd­ter Stra­ße, der Ein­satz von ei­nem Stadt­teil­küm­me­rer (von der Ca­ri­tas) und von zwei Street­wor­kern (von der Dia­ko­nie) er­reicht wer­den. Stück­werk im Ver­gleich zu dem, was nun fol­gen soll.

Te­mels Idee ei­nes Mas­ter­plans setzt ein­mal beim The­ma Stree­tart an. Die Idee da­zu schau­te er sich in Köln-Eh­ren­feld ab, wo die Tho­masMo­rus-Aka­de­mie die­se Kunst­form pflegt. Te­mel möch­te sie im Schul­ter­schluss mit An­woh­nern und Künst­lern im Bar­ba­ra­vier­tel eta­blie­ren. Mut macht ihm da­bei die Al­te Post, die schon ei­ni­ge Fas­sa­den mit Stree­tart ver­schö­nert hat.

Zwei­tes Stand­bein des Plans: bau­li­che Auf­wer­tun­gen. Ei­ni­ges wur­de schon er­reicht, sagt Thiel mit Blick auf den Um­bau von Dyck­hof­stra­ße und He­erd­ter Stra­ße, den Ju­gend­club in der al­ten Bar­ba­ra­schu­le und die, wie er be­haup­tet, „ak­tu­ell mo- derns­te Ki­ta der Stadt“. Aber das Quar­tier ver­die­ne ei­ne wei­te­re Mo­der­ni­sie­rung. Auch we­gen der Men­schen vor Ort. „Die Leu­te hier sind toll. Ihr Zu­sam­men­halt, ih­re Iden­ti­fi­ka­ti­on mit ih­rem Stadt­vier­tel und ihr Ein­satz zeich­nen das Bar­ba­ra­vier­tel aus“, sagt Te­mel.

Er nimmt als nächs­ten Punkt die Düs­sel­dor­fer Stra­ße in den Blick. Die­se müs­se „fri­scher und mo­der­ner aus­se­hen.“Um die­se Ort­s­ein­fahrt auf­zu­wer­ten, müss­te man sich Ge­dan­ken über den Ge­samt­ver­kehr ma­chen, sagt Te­mel, der auch die Rhein­bahn an­ge­spro­chen hat. Hel­fen könn­ten aber auch Klei­nig­kei­ten. So las­se Bür­ger­meis­ter Rei­ner Breu­er prü­fen, wie der Grün­strei­fen an der Hal­te­stel­le ver­bes­sert wer­den kann und sich die Rat­ten­pro­ble­ma­tik in den Griff be­kom­men lässt. Mit Pla­nungs­de­zer­nent Chris­toph Höl­ters dis­ku­tier­te Te­mel die Auf­wer­tung des Plat­zes ge­gen­über der Tank­stel­le. „Vie­les kann man nicht von heu­te auf mor­gen än­dern, Ge­duld spielt ei­ne gro­ße Rol­le“, sagt Te­mel. Aber er glaubt an das Po­ten­zi­al des Vier­tels.

FOTO: WOI

Ha­kan Te­mel und Hein­rich Thiel (r.) wol­len mit Stree­tart Far­be und Le­bens­qua­li­tät ins Bar­ba­ra­vier­tel brin­gen. Das ist Teil ei­nes SPDMas­ter­plans für das Quar­tier.

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