Ge­büh­ren-Kom­pro­miss

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON THO­MAS REI­SE­NER

Im Wahl­kampf for­der­te die FDP, dass die NRWHoch­schu­len selbst über die Er­he­bung von Stu­di­en­ge­büh­ren ent­schei­den. Die CDU lehn­te Stu­di­en­ge­büh­ren ge­ne­rell ab. Her­aus­ge­kom­men ist nun als Kom­pro­miss, dass es zwar Stu­di­en­ge­büh­ren ge­ben wird – aber nur für Nicht-EU-Aus­län­der.

Wie bei al­len aus­län­der­spe­zi­fi­schen Re­ge­lun­gen kann man jetzt wie­der die An­ti-Dis­kri­mi­nie­rungs­Keu­le schwin­gen. Aber bei ge­nau­em Hin­se­hen ist der Kom­pro­miss ver­nünf­tig. Aus­län­di­sche El­tern, die ih­ren Kin­dern ein Stu­di­um in Deutsch­land er­mög­li­chen, sind in der Re­gel kei­ne ar­men Leu­te. Glo­bal be­trach­tet ver­lan­gen die meis­ten at­trak­ti­ven Hoch­schu­len oh­ne­hin Stu­di­en­ge­büh­ren. Auf das in­ter­na­tio­na­le Pu­bli­kum wirkt die neue NRW-Re­ge­lung des­halb völ­lig nor­mal. Au­ßer­dem de­cken die Stu­di­en­ge­büh­ren nur ei­nen Bruch­teil der Hoch­schul­kos­ten. Den Lö­wen­an­teil trägt so­wie­so der deut­sche Steu­er­zah­ler. Des­halb ist ei­ne ge­son­der­te Ge­bühr für aus­län­di­sche Stu­den­ten auch nicht un­fai­rer als bei­spiels­wei­se die Pkw-Maut, die ja auch nur von Aus­län­dern be­zahlt wer­den soll. BERICHT AUS­LÄN­DER-STU­DI­EN­GE­BÜHR IN NRW, TITELSEITE

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