De­vi­sen­aus­gleich lös­te in Deutsch­land Re­zes­si­on aus

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS -

1965 for­der­te USPrä­si­dent Lyn­don B. John­son von Bun­des­kanz­ler Lud­wig Er­hard De­vi­sen­aus­gleichs­zah­lun­gen für die in West­deutsch­land sta­tio­nier­ten US-Trup­pen so­wie Hil­fe im Viet­nam­krieg ein. Die Aus­gleichs­zah­lun­gen in Hö­he von 1,35 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (et­wa 5,4 Mil­li­ar­den Deut­sche Mark) lös­ten in Deutsch­land die zwei­te Re­zes­si­on der Nach­kriegs­zeit – die ers­te war nach der Wäh­rungs­re­form von 1948 – mit er­heb­lich stei­gen­den Ar­beits­lo­sen­zah­len aus.

Die in den USA ent­wi­ckel­te Was­ser­stoff­bom­be soll­te durch ra­dio­ak­ti­ve Strah­lung, we­ni­ger durch die Fol­gen der Druck­wel­le oder Hit­ze tö­ten, so dass In­fra­struk­tur er­hal­ten blie­be. Als US-Prä­si­dent Jim­my Car­ter sie in Eu­ro­pa auf Ra­ke­ten sta­tio­nie­ren woll­te, gab es be­son­ders in West­deutsch­land Wi­der­stand. Nach Zö­gern gab Bun­des­kanz­ler Hel­mut Schmidt im April 1978 sein Ja zur Neu­tro­nen­bom­be, doch Car­ter mach­te ei­ne Wen­de und stor­nier­te die Pro­duk­ti­on.

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