Ger­ne mehr aus Dres­den

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - MEDIEN -

Dres­den hat ein Image-Pro­blem: Hoo­li­gans, Pe­gi­daDe­mos und im­mer wie­der Ne­ga­tiv-Schlag­zei­len. Das noch re­la­tiv fri­sche „Tat­ort“-Team aus der säch­si­schen Lan­des­haupt­stadt ist da­ge­gen die bes­te Wer­bung für die Stadt. Jun­ge, sym­pa­thi­sche Kom­mis­sa­rin­nen, ein wit­zi­ger Chef – der „Tat­ort“aus Dres­den hat ei­nes der span­nends­ten Teams. Das ges­tern ei­nen gu­ten Fall ge­löst hat. Da­von wol­len wir gern mehr se­hen! Was hat der Zu­schau­er ge­lernt? Nicht, dass der „Tat­ort“den Zei­ge­fin­ger ge­ho­ben hät­te oder ober­leh­rer­haft da­her kam. Aber er war ein wert­vol­ler Bei­trag für al­le, die äl­ter als 17 und kei­ne Com­pu­ter-Ex­per­ten sind. Ju­gend­li­che gu­cken in ih­rer Frei­zeit Youtu­be-Vi­de­os statt Fern­se­hen. Die Stars der Ju­gend sind nicht nur Fuß­bal­ler oder Rock-Stars son­dern auch ta­len­tier­te Selbst­dar­stel­ler im In­ter­net. Was macht ein „Pranks­ter“? Die Bri­ten be­zeich­nen ei­nen „an­ge­zo­ge­nen Flit­zer“als Pranks­ter. In der So­ci­al-Me­dia-Spra­che ist es ei­ner, der an­de­re er­schreckt, ver­äp­pelt oder lä­cher­lich macht und die­se da­bei filmt und das Vi­deo dann ins In­ter­net stellt. Die meis­ten deut­schen Pranks­ter kön­nen im Ge­gen­satz zum Mord­op­fer des Falls von ih­rem „Ge­schäft“kaum le­ben. Ein­nah­me­quel­len sind zum Bei­spiel, wenn sie für Klei­dung und Tech­nik wer­ben und da­für ei­ne Pro­vi­si­on be­kom­men. K. Meh­les

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