Der at­mo­sphä­ri­sche Hö­he­punkt am Schluss

Trotz ei­ni­ger Pro­ble­me bei den Stab­über­ga­ben ver­lei­hen die vo­gel­wil­den Team­staf­feln dem Som­mer­nachts­lauf die nö­ti­ge Wür­ze.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - SPORT IM RHEIN-KREIS - VON SO­PHIE RHINE

NEUSS Der Staf­fel­lauf ist trotz oder ge­ra­de we­gen der spä­ten Start­zeit im­mer ein High­light beim Neus­ser Som­mer­nachts­lauf: Rund 45 Teams tra­ten bei der 35. Auf­la­ge an, die Stre­cke be­leuch­tet von Fa­ckeln und bun­ten Leucht­stä­ben.

Erst um 22 Uhr fiel der letz­te Start­schuss des Abends, an­ge­feu­ert von den an­de­ren Staf­fel­mit­glie­dern und dem Pu­bli­kum mach­ten sich die Start­läu­fer auf die 1200 Me­ter lan­ge Run­de. Als Ti­tel­ver­tei­di­ger gin­gen bei den Her­ren die TG-Ge­pards ins Ren­nen, bei den Frau­en lan­de­ten die Ho­ckey-Mä­dels im Vor­jahr ganz oben auf dem Sie­ger­trepp­chen. Bei­de Teams konn­ten sich auch die­ses Mal wie­der den ers­ten Platz si­chern.

Wie ge­wohnt wa­ren enorm un­ter­schied­li­che Mann­schaf­ten am Start: Fa­mi­li­en, Schüt­zen­zü­ge, Schü­ler­staf­feln, Fir­men – al­le Al­ters­klas­sen wa­ren ver­tre­ten, die meis­ten hat­ten schon min­des­tens ei­nen Lauf vor­her ab­sol­viert, woll­ten sich die Staf­fel aber trotz­dem nicht neh­men las­sen: „Die At­mo­sphä­re ist im­mer so schön, da­für lohnt es sich zu blei­ben“, sag­te The­re­sa Lip­pert von den TG-La­dies – al­le vier wa­ren zu­vor schon über die zehn Ki­lo­me­ter an den Start ge­gan­gen, trotz­dem er­lie­fen sich die vier den fünf­ten Platz.

Wie schon in den Jah­ren zu­vor gab es am Start ein gro­ßes Ge­wu­sel, die Läu­fer wur­den je nach Start­po­si­ti­on in vier ver­schie­de­ne Zo­nen ein­ge­teilt, über­all wur­de sich noch schnell Glück ge­wünscht und ab­ge­klatscht, dann ging es auch schon los. Ob­wohl es der letz­te Lauf war, stan­den ent­lang der Stre­cke noch Tau­sen­de Zu­schau­er und feu­er­ten die Mann­schaf­ten laut­stark an, die zu­vor ver­teil­ten blin­ken­de Leucht­stä­be wur­den über­all ge­schwenkt. Wäh­rend die Start­läu­fer ih­re Run­de ab­sol­vier­ten, ver­such­ten die War­ten­den sich zu sor­tie­ren und schau­ten ge­spannt auf die gro­ße Lein­wand, wer denn zu­erst wech­seln wür­de. Al­ler­dings gab es bei den Stab­über­ga­ben wie­der ein paar Pro­ble­me: Da­durch, dass der Wech­sel di­rekt im Ziel­be­reich er­folg­te, al­so nach ei­ner Kur­ve, war er sehr schwer zu se­hen, wann wel­cher Läu­fer an­kam. Zu­sätz­lich war die freie Stre­cke durch die vie­len war­ten­den Läu­fer ex­trem eng, was die Ho­ckey-Her­ren schmerz­lich er­fah­ren muss­ten, als ihr drit­ter Läu­fer kurz vor der Über­ga­be auf ein an­de­res Team auf­lief und stol­per­te, wo­durch die Chan­cen auf den Sieg da­hin wa­ren. Dank ei­ner star­kern

„Start, ren­nen, Stab über­ge­ben, ster­ben.“

Alexander Gritz

Start­läu­fer der Staf­fel Ki­Ta Lan­ge He­cke

Schluss­run­de reich­te es aber noch zum zwei­ten Platz. Die Ho­ckey-Mä­dels mach­ten es bes­ser und si­cher­ten sich den Dop­pel­sieg, die No­ve­sia-Frau­en lie­fen auf Platz drei und ver­hin­der­ten den Drei­fach­er­folg.

Lö­sungs­vor­schlä­ge für die Wech­sel­pro­ble­me wur­den beim wohl­ver- dien­ten Bier da­nach aus­gie­big dis­ku­tiert: „Man könn­te die Staf­feln auf­tei­len“, über­leg­te Ma­xi­mi­li­an Rhine-Gritz von den No­ve­sia-Män­nern, Mat­thi­as Rück von den TGGe­pards schlug ei­ne Ver­schie­bung weg von der Kur­ve vor: „Ein­fach ir­gend­wo an­ders.“Trotz der klei­nen Zwi­schen­fäl­le ka­men wie­der al­le Staf­feln auf ih­re Kos­ten und ge­nos­sen die tol­le Stim­mung und die An­feue­run­gen. Auch nach Ziel­ein­lauf blie­ben noch vie­le, un­ter­hiel­ten sich über die er­folg­rei­che Ver­an­stal­tung und be­ju­bel­ten die Staf­feln, die es aufs Trepp­chen ge­schafft hat­ten.

FO­TOS: WOI

„The Bo­dy“: Jo­nas Koch von der SG Neuss. Der HTC, der bis zum Sturz um den Sieg kämpf­te, wech­selt von Jan Maus­berg auf Chris­toph Büsch­ges.

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