Rück­ab­wick­lung von Rot-Grün als Pro­gramm

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON THO­MAS REISENER

Ob­wohl der Ko­ali­ti­ons­ver­trag erst Frei­tag of­fi­zi­ell vor­ge­stellt wer­den soll, ha­ben CDU und FDP we­sent­li­che Eck­da­ten schon ver­kün­det: Mehr Po­li­zei, mehr Geld für Ki­tas und Hoch­schu­len, schnel­le­re Bau­stel­len, we­ni­ger Bü­ro­kra­tie, we­ni­ger Tur­bo-Abi, we­ni­ger Wind­kraft, Frau­en­för­de­rung und In­klu­si­on.

Wie ein ro­ter Fa­den zieht sich durch die Pro­jek­te das Be­stre­ben, Fehl­ent­schei­dun­gen der Vor­gän­ger­re­gie­rung zu kor­ri­gie­ren. Die Rück­ab­wick­lung von Rot-Grün ist zwar nicht das ori­gi­nells­te Re­gie­rungs­pro­gramm. Aber bei dem Vie­len, was un­ter Rot-Grün aus dem Ru­der ge­ra­ten ist, wä­re auch die blo­ße Kor­rek­tur schon ein Er­folg.

Ein The­ma al­ler­dings kam bis­lang ver­däch­tig sel­ten zur Spra­che: die Fi­nanz­pla­nung. Auch Spar­vor­schlä­ge hört man kaum. Wird Schwarz-Gelb die Neu­ver­schul­dung trotz al­ler Wahl­ver­spre­chen wei­ter kon­ti­nu­ier­lich sen­ken? CDU und FDP ha­ben an­ge­kün­digt, bes­ser mit dem Geld der Steu­er­zah­ler zu haus­hal­ten. Das ist leicht über­prüf­bar: Rot-Grün hat im ver­gan­ge­nen Jahr 69,9 Mil­li­ar­den Eu­ro aus­ge­ge­ben. Spä­tes­tens 2018 soll­te Schwarz-Gelb mit we­ni­ger Geld aus­kom­men. Al­les an­de­re wä­re für die neue Lan­des­re­gie­rung ei­ne Bla­ma­ge. BE­RICHT DER KO­ALI­TI­ONS­VER­TRAG STEHT, TITELSEITE

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