We­ni­ger Flücht­lin­ge, mehr Ab­schie­bun­gen

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - POLITIK -

Die Flücht­lin­ge Af­gha­nis­tan ge­hört ne­ben Sy­ri­en und dem Irak zu den Haupt­her­kunfts­län­dern von Schutz­su­chen­den in Deutsch­land. 2015 wur­den mehr als 150.000 Asyl­be­wer­ber aus Af­gha­nis­tan re­gis­triert. Nach den Grenz­schlie­ßun­gen an der Bal­kan­rou­te sank die Zahl deut­lich: Im ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren es knapp 50.000 und in den ers­ten fünf Mo­na­ten 2017 nur noch gut 4000. Die Be­hör­den Die Aus­sicht der Af­gha­nen auf Asyl ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich ge­schrumpft. Die Zahl der Ab­schie­bun­gen da­ge­gen hat zu­ge­nom­men: 2013 wa­ren es ge­ra­de ein­mal acht, in den bei­den Jah­ren dar­auf je­weils neun, 2016 dann 67 und in den ers­ten vier Mo­na­ten des lau­fen­den Jah­res schon 72. Die Bun­des­re­gie­rung hat seit Mit­te De­zem­ber fünf grö­ße­re Ab­schie­beFlü­ge or­ga­ni­siert. Nach dem Ter­ror­an­schlag in Ka­bul hat die Bun­des­re­gie­rung Ab­schie­bun­gen nach Af­gha­nis­tan weit­ge­hend aus­ge­setzt, aber nicht ge­ne­rell ge­stoppt.

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