Gruß­wort

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS -

Es ist ein all­seits ge­fürch­te­ter, aber in Deutsch­land of­fen­bar un­ver­zicht­ba­rer Au­gen­blick, wenn ein Po­li­ti­ker (Po­li­ti­ke­rin­nen sind da kei­nen Deut bes­ser) ei­ne Ver­an­stal­tung mit ei­nem Gruß­wort er­öff­net. Ge­grüßt wer­den in ei­ner aus­ge­tüf­tel­ten pro­to­kol­la­ri­schen Rei­hen­fol­ge zu­erst die gro­ßen Tie­re, dann die klei­ne­ren, ge­ge­be­nen­falls ei­ni­ge Par­tei­freun­de und schließ­lich sum­ma­risch al­le üb­ri­gen An­we­sen­den. Nach dem Gruß kommt dann das Wort, das in Wirk­lich­keit meist aus vie­len, sehr vie­len Wör­tern be­steht, die der Re­fe­rent des Po­li­ti­kers (Re­fe­ren­tin­nen: sie­he oben) zu­vor aus den üb­li­chen Ver­satz­stü­cken von Sonn­tags­re­den zu­sam­men­ge­schnip­selt hat. Manch­mal hat der Gruß­wort-Ver­le­ser ver­se­hent­lich den fal­schen Text ein­ge­steckt. Das kann dann sehr lus­tig sein. Kommt aber lei­der nur sel­ten vor. bee

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.