Neu­er Ver­ein sorgt für Ju­gen­devents

Der im Ja­nu­ar ge­grün­de­te „Al­te Feu­er­wa­che“soll ei­ne wich­ti­ge Rol­le in der Ju­gend­ar­beit spie­len – et­wa Events und Qua­li­fi­zie­rungs­an­ge­bo­te für Ju­gend­li­che or­ga­ni­sie­ren. Ges­tern wur­de ei­ne Ver­ein­ba­rung mit der Stadt un­ter­zeich­net.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - GREVENBROICH - VON CARS­TEN SOMMERFELD

GRE­VEN­BROICH Die Stadt Gre­ven­broich hat seit ges­tern in der Ju­gend­ar­beit ei­nen neu­en Part­ner – den Ver­ein „Al­te Feu­er­wa­che“. Die Eh­ren­amt­ler um den Vor­sit­zen­den Lu­kas Net­zer wol­len Ver­an­stal­tun­gen und auch Bil­dungs­an­ge­bo­te spe­zi­ell für Ju­gend­li­che or­ga­ni­sie­ren und den Saal in der Al­ten Feu­er­wa­che mehr mit Le­ben fül­len. Ges­tern un­ter­zeich­ne­te die Stadt mit dem neu­en Trä­ger der frei­en Ju­gend­hil­fe ei­ne zu­nächst bis Jah­res­en­de be­fris­te­te Ver­ein­ba­rung. Mit 11.500 Eu­ro un­ter­stützt die Stadt die Ar­beit des Ver­eins, die sich kei­nes­wegs nur auf den Ge­bäu­de­kom­plex der Al­ten Feu­er­wa­che be­schränkt. Auf­ga­be ist die För­de­rung der Ju­gend, Frei­zeit und Kul­tur in Gre­ven­broich und Um­ge­bung.

„Die Al­te Feu­er­wa­che ist seit Jah­ren Sitz vie­ler Ein­rich­tun­gen der Ju­gend­hil­fe. Im ver­gan­ge­nen Jahr ha­ben wir das Kon­zept er­wei­tert, wir wol­len un­ter dem gut ein­ge­führ­ten La­bel ,Al­te Feu­er­wa­che’ die Ju­gend­ar­beit stär­ken“, er­klärt Stadt­ju­gend­pfle­ger Chris­ti­an Abels. Mit dem neu­en Stadt­ju­gend­ring wur­de be­reits ein Netz­werk der Ju­gend­ver­bän­de ge­schaf­fen. „Au­ßer­dem wol­len wir das Eh­ren­amt ein­bin­den und zu­dem mehr Ver­an­stal­tun­gen in den Saal hier brin­gen“, er­läu­tert Abels. „Der neue Ver­ein be­deu­tet ei­ne wich­ti­ge Aus­wei­tung un­se­rer prä­ven­ti­ven Ju­gend­ar­beit und schließt ei­ne Lü­cke“, be­tont der Ers­te Bei­ge­ord­ne­te Michael Heesch. Die Eh­ren­amt­ler mach­ten An­ge­bo­te mög­lich, die mit haupt­amt­li­chen Kräf­ten al- lein nicht zu be­wäl­ti­gen wä­ren. Ein wei­te­rer Vor­teil: „Die jun­gen Eh­ren­amt­ler sind nä­her dran an den Ju­gend­li­chen und ih­ren In­ter­es­sen“, sagt Michael Heesch.

Ver­eins­vor­sit­zen­der Lu­kas Net­zer aus We­ve­ling­ho­ven ist 21 Jah­re alt, Ge­schäfts­füh­re­rin Ri­car­da Boh­len aus Gre­ven­broich eben­so. Der Ver­ein hat bis­lang rund 30 Mit­glie­der, der „har­te Kern“um­fasst zehn bis 15 Men­schen zwi­schen 16 und 25 Jah­ren. Bis­lang ha­ben sie et­wa ei­ne Ver­an­stal­tung für jun­ge Wäh­ler zur Land­tags­wahl or­ga­ni­siert, und für die Zu­kunft ha­ben sie sich viel vor­ge­nom­men. Zu den Ide­en zäh­len An­ti-Ag­gres­si­ons­trai­ning und Grup­pen­leit­erschu­lun­gen eben­so wie Ka­ba­rett- und Come­dy-Aben­de, ein Band-Con­test, um jun­gen Mu­si­kern ein Fo­rum zu bie­ten, oder „ein Open-Air-Ki­no. Da­für bie­tet sich die Al­te Feu­er­wa­che ge­ra­de­zu an“, sagt Lu­kas Net­zer. Kon­kre­ter ge­plant ist be­reits ei­ne 90er-Jah­re-Par­ty. Für den Spät­som­mer in Pla­nung ist ein Sports-Day, bei dem die Be­su­cher bei­spiels­wei­se Bo­gen­schie­ßen oder ei­nen Hoch­seil­gar­ten aus­pro­bie­ren kön­nen, so­wie für Som­mer nächs­ten Jah­res ein Eu­ro­pa-Camp. Ju­gend­li­che aus der nie­der­län­di­schen Part­ner­kom­mu­ne Peel en Maas und aus Gre­ven­broich sol­len, wie Lu­kas Net­zer sagt, sich da­bei zwei Ta­ge im Camp mit Work­shops zu Eu­ro­pa tref­fen. Zum Ab­schluss ist ein für al­le of­fe­nes Eu­ro­pa-Fes­ti­val ge­plant. „Oft sa­gen Ju­gend­li­che, dass in Gre­ven­broich nichts los sei. Das stimmt nicht, hier gibt es ei­ni­ges – aber es ist vie­len nicht be­kannt. Da ist mehr Öf­fent­lich­keits­ar­beit nö­tig“, er­klärt Stadt­ju­gend­pfle­ger Chris­ti­an Abels.

FOTO: LBER

Part­ner in d er Ju­gend­ar­beit: Lu­kas Net­zer (2.v.l.) Ri­car­da Boh­len (bei­de Ver­ein), Michael Heesch (2.v.r.) und Chris­ti­an Abels (bei­de Stadt).

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