Ge­richt: Kei­ne Bar­zah­lung von Rund­funk­bei­trag

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - MEDIEN -

MÜNSTER (epd) Rund­funk­bei­trä­ge müs­sen laut ei­nem Ge­richts­ur­teil in der Re­gel bar­geld­los be­zahlt wer­den. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt NRW wies mit ei­nem nun ver­öf­fent­lich­ten Ur­teil die Kla­ge ei­nes Man­nes ab, der aus­ste­hen­de Rund­funk­bei­trä­ge beim WDR aus­schließ­lich bar be­zah­len woll­te. Nach der Bei­trags­sat­zung des WDR könn­ten Bei­trags­schuld­ner die Rund­funk­bei­trä­ge nur bar­geld­los, et­wa als Last­schrift oder Über­wei­sung zah­len, er­klär­ten die Rich­ter. Das tref­fe auch auf die an­de­ren Lan­des­rund­funk­an­stal­ten zu. Die bar­geld­lo­se Zah­lung sei zu­dem kei­ne Be­las­tung, wenn der Zah­ler, wie im Fall des Klä­gers, ein Gi­ro­kon­to ha­be, (AZ: 2 A 1351/16).

Der WDR hat­te un­ter Ver­weis auf die Sat­zung die vom Klä­ger an­ge­bo­te­ne Bar­zah­lung der Bei­trä­ge für April bis Ju­ni 2015 ab­ge­lehnt. Ei­ne Über­wei­sung sei durch die Zie­le der Ver­wal­tungs­ver­ein­fa­chung und der Kos­ten­mi­ni­mie­rung ge­recht­fer­tigt, führte das Ge­richt aus. Es lie­ge auch im In­ter­es­se des zah­lungs­pflich­ti­gen Bür­gers, Ver­wal­tungs­kos­ten mög­lichst ge­ring zu hal­ten. Der Klä­ger ver­trat laut Ge­richt die Auf­fas­sung, dass nach dem Bun­des­bank­ge­setz Eu­ro­bank­no­ten ein un­be­schränk­tes Zah­lungs­mit­tel sind. Dar­aus lei­te­te er das Recht ab, jeg­li­che For­de­rung in bar er­fül­len zu dür­fen. 2014 hat­te er be­reits er­folg­los ge­gen frü­he­re Be­schei­de ge­klagt, weil er den Rund­funk­bei­trags­staats­ver­trag für ver­fas­sungs­wid­rig hält. Ei­ne Re­vi­si­on ist aus­ge­schlos­sen.

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