Wan­del mit Wür­de ge­stal­ten

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - LANDESHAUPTSTADT DÜSSELDORF -

Mjo­erg.jans­sen@rhei­ni­sche-post.de an mag den ge­sell­schaft­li­chen Wan­del be­dau­ern, der ganz im Sin­ne der vor­herr­schen­den Öko­no­mi­sie­rung des mensch­li­chen Da­seins auch beim Be­gräb­nis da­zu führt, in ers­ter Li­nie ab­zu­wä­gen, wie läs­tig ein Gr­ab für An­ge­hö­ri­ge ist und vor al­lem: wie sei­ne Kos­ten mi­ni­miert wer­den kön­nen. Man mag auch be­dau­ern, dass der park­ähn­li­che Cha­rak­ter vie­ler Düs­sel­dor­fer Fried­hö­fe mit gro­ßen Bäu­men, Blu­men, zwit­schern­den Vö­geln und mü­he­voll in Schuss ge­hal­te­nen Erd­grä­bern im­mer mehr ver­lo­ren geht. Was man aber nicht kann, ist den durch wach­sen­de Mo­bi­li­tät und ei­ne in Tei­len ver­lo­ren ge­gan­ge­ne Trau­er­kul­tur ver­ur­sach­ten Wan­del zu leug­nen. Man muss es neh­men, wie es ist. Schließ­lich ist ein Fried­hof für die Men­schen da und nicht um­ge­kehrt. Dass Kolumbarien wür­de­voll ge­stal­tet sein kön­nen, weiß je­der, der schon ein­mal in Ita­li­en war. Am En­de kommt es auf die kon­kre­te Um­set­zung an. Hier sol­len die Kri­ti­ker ru­hig ganz ge­nau hin­schau­en.

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