SPD-Steu­er­kon­zept ist maß­voll ge­ra­ten

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - STIMME DES WESTENS - VON EVA QUADBECK

Ein brei­ter Teil der Ge­sell­schaft wird sich zu den Ge­win­nern des SPD-Steu­er­kon­zepts zäh­len. An­ge­sichts der sehr gu­ten Steu­er­ein­nah­men des Staa­tes sind Ent­las­tun­gen für die Bür­ger an­ge­zeigt. Da liegt die SPD rich­tig. Die Plä­ne der SPD ge­hen al­ler­dings ein­sei­tig zu­las­ten des Bun­des­haus­hal­tes. Mit zu­sätz­li­chen In­ves­ti­tio­nen in die In­fra­struk­tur von 30 Mil­li­ar­den Eu­ro und wei­te­ren 15 Mil­li­ar­den Eu­ro für die steu­er­li­che Ent­las­tung wird es für ei­nen Fi­nanz­mi­nis­ter schwie­rig wer­den, künf­tig dau­er­haft ei­nen aus­ge­gli­che­nen Haus­halt vor­zu­le­gen.

Ins­ge­samt zeigt das SPD-Steu­er­kon­zept Maß und Mit­te. Nicht nach­zu­voll­zie­hen sind al­ler­dings die Plä­ne zum So­li: Wäh­rend für Ein­kom­men bis 52.000 Eu­ro der So­li ab­ge­schafft wer­den soll, bleibt er für Ein­künf­te dar­über er­hal­ten. Da­mit schafft die SPD ei­ne Art neu­en Spit­zen­steu­er­satz, den sie in eben die­sem Ein­kom­mens­be­reich ab­lehnt. Das ist in­kon­se­quent.

Als Blau­pau­se für ei­ne rot-rot-grü­ne Bun­des­re­gie­rung kann das Kon­zept nicht her­hal­ten. Kanz­ler­kan­di­dat Schulz hat die Lieb­lings­for­de­rung des lin­ken Par­tei­flü­gels nach ei­ner Ver­mö­gen­steu­er au­ßen vor ge­las­sen. BE­RICHT SPD WILL SO­LI NUR FÜR . . ., TI­TEL­SEI­TE

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