Wuss­ten Sie, dass ...? Fünf Fak­ten zur Qui­ri­nus­kir­che, die über­ra­schen

Neus­ser sind stolz auf ih­ren Stadt- und Pfarr­pa­tron so­wie die Müns­ter­kir­che, Zen­trum des Qui­ri­nus­kul­tes. Doch es gibt im­mer wie­der Neu­es zu ent­de­cken. Ge­schich­te und Ge­schich­ten, die oft auch Stau­nen las­sen.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - NEUSS - VON LUD­GER BA­TEN

NEUSS Wer über die Au­to­bahn A 46 aus Rich­tung Wes­ten auf Neuss zu fährt, der sieht die Qui­ri­nus­kir­che schon aus der Fer­ne – zur Weih­nachts­zeit ist das Wahr­zei­chen der Stadt mit dem Licht­kreuz noch bes­ser zu er­ken­nen. Neus­ser sind stolz auf ihr spät­ro­ma­ni­sches Got­tes­haus, zu dem 1209 der Grund­stein ge­legt wur­de; sie lie­ben ih­re Kir­che so­wie ih­ren Stadt- und Pfarr­pa­tron. Ge­schich­te und Ge­schich­ten, Le­gen­den und An­ek­döt­chen wer­den gern er­zählt und da­bei wer­den Fak­ten be­wusst, die über­ra­schen. Die NGZ lis­tet ei­ni­ge auf.

Wuss­ten Sie, dass ... ... die Müns­ter­kir­che ei­ne ei­ge­ne Haus­num­mer führt?

Am Haupt­por­tal, recht­er­hand, ist ein Schild mit der Zahl 23 zu ent­de­cken. Na­po­le­on ließ im be­setz­ten Neuss al­le Ge­bäu­de durch­num­me­rie­ren, da­mit sich sei­ne fran­zö­si­schen Sol­da­ten bes­ser zu recht fan­den. Das galt auch für die Kir­chen. ... das Qui­ri­nus­stand­bild auf der Ost­kup­pel 3,60 Me­ter hoch ist?

Seit 1742 steht das Stand­bild des Stadt­pa­trons auf der Ost­kup­pel der Müns­ter­kir­che. Es ist 3,60 Me­ter hoch und 600 Ki­lo­gramm schwer. Vie­le Neus­ser ha­ben ein Bild mit „ih­rem“Hei­li­gen. Nach Re­stau­rie­rung war er im April 2006 zu­rück. Ehe er von ei­nem mäch­ti­gen Kran wie­der auf die Kup­pel ge­ho­ben wur­de, ka­men vie­le Qui­ri­nus­freun­de zu ei­nem „Fo­to­shoo­ting“vor­bei. ... das Re­li­qui­en­käst­chen im Qui­ri­nus­schrein 2000 ge­öff­net wur­de?

Nach 113 Jah­ren wur­de das Käst­chen, in dem die Qui­ri­nus-Re­li- qui­en auf­be­wahrt wer­den, im Sep­tem­ber 2000 erst­mals wie­der ge­öff­net. Es wur­den Re­li­qui­en ent­nom­men, die zum Teil an Perl (Ober­mo­sel) und Pü­chers­reuth (Ober­pfalz) über­ge­ben wur­den; Or­te mit ei­nem le­ben­di­gen Qui­ri­nus-Kult ... es ins­ge­samt 17 Hei­li­ge mit Na­men Qui­ri­nus gibt?

Qui­ri­nus war bei den Rö­mern als Na­me be­liebt. Die ka­tho­li­sche Kir­che kennt 17 Hei­li­ge mit die­sem Na­men. Vier von ih­nen ha­ben – so der ver­stor­be­ne Qui­ri­nus­for­scher Pro­fes­sor Mat­thi­as Zen­der – über­re­gio­na­le Be­deu­tung: Qui­ri­nus vom Te­gern­see, Qui­ri­nus von Malme­dy (Bel­gi­en), Qui­ri­nus von Sisak (Kroa­ti­en) und der Qui­ri­nus von Neuss. ... am 29. Ju­ni Blu­men die Stand­bil­der von Pe­trus und Pau­lus an der West­fas­sa­de schmü­cken?

Seit 1853 be­rei­chern Stand­bil­der der Apos­tel Pe­trus und Pau­lus die West­fas­sa­de des Neus­ser Müns­ters. Nach al­ter Tra­di­ti­on, be­grün­det durch ei­ne Fa­mi­li­en­stif­tung, wer­den am Fes­tag Pe­ter und Paul, am 29. Ju­ni al­so, zwei Blu­men­krän­ze un­ter­halb der Fi­gu­ren an­ge­bracht.

FO­TO: LBER

3,60 Me­ter groß, 600 Ki­lo­gramm schwer – das Stand­bild des hei­li­gen Qui­ri­nus auf der Ost­kup­pel der Müns­ter­kir­che. Ei­ne Auf­nah­me aus dem Jahr 2014.

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