Das un­ter­ir­di­sche Neuss ist heu­te noch er­leb­bar

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - NEUSS -

NEUSS (lue-) Das Da­men­stift von St. Qui­rin ist zwar seit Be­ginn des 19. Jahr­hun­derts aus dem Stadt­bild ver­schwun­den. Es wur­de ein Op­fer der so ge­nann­ten Sä­ku­la­ri­sie­rung als Na­po­le­on im Rhein­land herrsch­te. Wer aber dem einst stadt­prä­gen­den Klos­ter in Neuss heu­te noch nach­spü­ren möch­te, der muss Trep­pen hin­ab stei­gen, um das un­ter­ir­di­sche Neuss zu er­le­ben. Das geht am bes­ten in dem Quar­tier, das von Münster- und Qui­ri­nus­stra­ße, von Glock­ham­mer und Müns­ter­kir­che be­grenzt wird.

Mau­er­res­te aus der Zeit zwi­schen dem 13. und 18. Jahr­hun­dert, die dort ver­bor­gen lie­gen, ge­ben Zeug­nis von der hoch­wer­ti­gen Aus­stat­tung des ehe­ma­li­gen Klos­ters. Bei den Ge­wöl­ben han­delt es sich um den Kreuz­gang des Qui­ri­nus­stif­tes und um La­ger­kel­ler des da­ma­li­gen Ge­bäu­de­kom­ple­xes. Nur wer ei­nen Schlüs­sel in Hän­den hält, dem er­schließt sich das kom­plet­te Netz; Tei­le des Sys­tems sind heu­te Auf­bau­ten zu­ge­ord­net, die viel­fach nur pri­vat ge­nutzt wer­den.

Gleich­wohl lässt sich mit­tel­al­ter­li­ches Ge­mäu­er mit freund­li­cher Er­laub­nis der Haus­her­ren ent­de­cken. Wer als Gast ins „Po­zo Qui­ri­no Cant­in­ho Por­ti­gues“an der Müns­ter­stra­ße ein­kehrt, dem er­öff­net sich ein Be­reich, der Ge­schich­te at­met. Ähn­li­che Ein­drü­cke ge­winnt, wer im An­ti­qua­ri­at Storch an der Qui­ri­nus­stra­ße den Kel­ler be­su­chen darf.

AF: WOI

Das mit­tel­al­ter­li­che Ge­wöl­be im An­ti­qua­ri­at Storch, Qui­ri­nus­stra­ße.

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