Kor­schen­broich grün­det ei­ne Kin­der­feu­er­wehr

Die Aus­bil­der ver­mit­teln auf spie­le­ri­sche Wei­se, wor­auf es im Ernst­fall an­kommt. Vor­be­rei­tungs­tref­fen fin­den al­le zwei Wo­chen statt.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - KAARST/KORSCHENBROICH - VON DA­NIE­LA GEFGEN

KOR­SCHEN­BROICH Wenn man mit Kin­dern dar­über spricht, wie sie sich ihr Le­ben als Er­wach­se­ner vor­stel­len, wer­den oft die aben­teu­er­lichs­ten Be­rufs­wün­sche ge­äu­ßert. Es gibt aber auch noch die Klas­si­ker, zu de­nen der des Feu­er­wehr­man­nes zählt. Sechs Kin­der kom­men die­sem Traum nun sehr viel nä­her, weil sie sich zu den Grün­dungs­mit­glie­dern der ers­ten Kor­schen­broi­cher Kin­der­feu­er­wehr zäh­len dür­fen. In der Wa­gen­hal­le der Lied­ber­ger Feu­er­wehr wur­de das Kon­zept der Kin­der­feu­er­wehr von Bür­ger­meis­ter Marc Ven­ten und Mit­glie­dern der Feu­er­wehr vor­ge­stellt. „Gri­su, der klei­ne Dra­che, woll­te un­be­dingt Feu­er­wehr­mann wer­den“, er­zählt Ven­ten den Kin­dern, die ihm, auf zu­sam­men­ge­roll­ten Feu­er­wehr­schläu­chen sit­zend, ge- bannt zu­hö­ren. „Gri­sus Va­ter hat­te was da­ge­gen, denn sein Sohn soll­te sich doch lie­ber auf das Feu­er­le­gen kon­zen­trie­ren und nicht auf das Feu­er­lö­schen.“Mit der Kin­der­feu­er­wehr sol­len die Kin­der be­reits in jun­gen Jah­ren an die Auf­ga­ben her­an­ge­führt wer­den. Wie das funk­tio- nie­ren soll, stellt Su­san­ne Kaul­hau­sen, Mit­glied der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr, vor: „Feu­er­wehr ist nicht nur Feu­er­lö­schen, son­dern hat ganz viel mit Ge­mein­schaft zu tun.“Selbst­ver­ständ­lich wer­den die Kin­der bei den Tref­fen, die al­le 14 Ta­ge statt­fin­den wer­den, auch ty­pi­sche The­men der Feu­er­wehr ken­nen­ler­nen. Da­zu ge­hö­ren das Re­agie­ren bei ei­nem Not­fall oder das Er­ken­nen von Ge­fah­ren. Al­ler­dings wer­den die­se The­men nur ei­nen klei­nen Teil aus­ma­chen. Wich­ti­ger wird das spie­le­ri­sche Er­ler­nen so­zia­ler Kom­pe­ten­zen sein. „Die Kin­der müs­sen zu­erst zu ei­ner Grup­pe zu­sam­men­wach­sen, die von Hilfs­be­reit­schaft und Zu­sam­men­ge­hö­rig­keit ge­prägt ist.“

Da­zu hat die ge­lern­te Er­zie­he­rin ver­schie­de­ne Ide­en ent­wi­ckelt, die in den Übun­gen um­ge­setzt wer­den sol­len. „Wir wer­den uns be­we­gen, ma­len, bas­teln und so­gar ba­cken. Al­les hat ei­nen Be­zug zur Feu­er­wehr. Wenn wir ba­cken, dann sind es zum Bei­spiel Feu­er­wehr­muf­fins.“Auch Kreis­brand­meis­ter Nor- bert Lan­ge un­ter­stützt das Kon­zept. „Die Feu­er­wehr hat ei­nen star­ken Zu­sam­men­halt.“Und in Rich­tung der El­tern sagt er la­chend: „ Ma­chen Sie sich kei­ne Sor­gen, wir pas­sen gut auf Ih­re Klei­nen auf.“

Um das Kon­zept für die Kin­der­feu­er­wehr er­ar­bei­ten zu kön­nen, wa­ren ei­ni­ge Vor­über­le­gun­gen not­wen­dig. „Kei­ner wuss­te so ge­nau, wie das funk­tio­niert“, er­in­nert sich Frank Baum, Lei­ter der Kor­schen­broi­cher Feu­er­wehr. „Wir ha­ben mit den Brand­meis­tern ge­spro­chen, ha­ben viel im In­ter­net nach­ge­le­sen und wa­ren bei un­se­ren Kol­le­gen in Dor­ma­gen, die schon ei­ne Kin­der­feu­er­wehr ge­grün­det ha­ben.“Sam Meu­ters ist ei­nes der ers­ten Kin­der der Kor­schen­broi­cher Kin­der­feu­er­wehr. War­um er mit­macht? Ganz ein­fach: „Ich möch­te Leu­ten hel­fen.“Sein Va­ter ist Mit­glied der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr

FO­TO: ANDRE­AS BAUM

Der ers­ter Bei­ge­ord­ne­te Tho­mas Dückers, Kor­schen­broichs Feu­er­wehr-Chef Frank Baum und Bür­ger­meis­ter Marc Ven­ten freu­en sich auf vie­le Jun­gen und Mäd­chen, die in der Kin­der­feu­er­wehr mit­ma­chen möch­ten.

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