Ein neu­es Dach für St. Al­de­gun­dis

Bütt­ge­ner Wahr­zei­chen ist zu Schüt­zen­fest und Tour de Fran­ce ein­ge­rüs­tet.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - KAARST/KORSCHENBROICH - VON ELI­SA­BETH KELDENICH

BÜTT­GEN Seit mehr als zwei Jah­ren lief die Pla­nung, jetzt ist es so­weit: Die St. Al­de­gun­dis Pfarr­kir­che er­hält ein neu­es Dach. Zu­nächst ist der al­te Bau aus dem 12. Jahr­hun­dert ein­ge­rüs­tet, die neue Kir­che von 1960 folgt im Som­mer nächs­ten Jah­res. „Das Dach der al­ten Kir­che ist vor 60 Jah­ren mit Schie­fer ge­deckt wor­den, der ei­gent­lich 100 Jah­re hät­te hal­ten müs­sen“, er­klärt Paul Heus­gen, stell­ver­tre­ten­der Kir­chen­vor­stands­vor­sit­zen­der. Al­ler­dings be­trägt die Über­lap­pung der Plat­ten je­weils nur ei­nen Zen­ti­me­ter, üb­lich sind drei, so Heus­gen.

Mit der Zeit drang zu­neh­mend Feuch­tig­keit ein und droh­te die 1895 aus­ge­mal­te Kas­set­ten­de­cke zu be­schä­di­gen. „Wenn man von in­nen an die Schie­fer­plat­ten stößt, hat man schon ein Loch“, be­klagt Heus­gen. Jetzt wer­de „bes­ter Schie­fer aus der Ei­fel“ver­baut, für die Kon­struk­ti­on ist das Vier­sener Ar­chi­tek­ten­bü­ro Dew­ey ver­ant­wort­lich. „Die Kos­ten lie­gen im un­te­ren sie­ben- stel­li­gen Be­reich“, er­gänzt Kir­chen­vor­stands­mit­glied Her­mann Ar­ping. Die Fi­nan­zie­rung ist ge­si­chert: 70 Pro­zent über­nimmt das Erz­bis­tum Köln, 30 die Kir­chen­ge­mein­de. „Dank ei­ner gu­ten Haus­halts­füh­rung ha­ben wir ei­ne Rück­la­ge und zu­sätz­lich noch ein Pols­ter für Un­vor­her­ge­se­he­nes“, so Heus­gen. Im Ju­li 2018 soll das Dach fer­tig sein – da­nach folgt ei­ne Re­no­vie­rung des Be­tond­a­ches der neue­ren Kir­che. „Das heißt, wir müs­sen zwei Schüt­zen­fes­te und die Tour de Fran­ce am 2. Ju­li mit ein­ge­rüs­te­ter Kir­che über­ste­hen“, er­klärt er schmun­zelnd.

Auf Letz­te­re konn­te kei­ne Rück­sicht mehr ge­nom­men wer­den, nach­dem das Erz­bis­tum sei­ne fi­nan­zi­el­le Zu­sa­ge ge­ge­ben hat­te. Der Bau­lärm ma­che die Ver­le­gung ei­ni­ger Mes­sen un­ter der Wo­che in die neue Kir­che nö­tig. Ge­plant ist, ei­ni­ge der aus­ge­bau­ten al­ten Schie­fer­plat­ten mit ei­ner Sil­hou­et­te der Kir­che zu ver­se­hen und ge­gen ei­ne Spen­de zu ver­kau­fen. „Das kann ei­ne schö­ne Er­in­ne­rung sein“, fin­det Her­mann Ar­ping. Die Kir­che als zen­tra­ler Orts­mit­tel­punkt hat­te erst im ver­gan­ge­nen De­zem­ber neu­es LED-Licht für die über­ar­bei­te­te Turm­uhr er­hal­ten, was aus­schließ­lich über Spen­den fi­nan­ziert wur­de. „Das Licht ist jetzt aber ei­ni­gen Men­schen zu hell, des­halb ver­su­chen wir es dem­nächst et­was zu dim­men“, ver­rät Paul Heus­gen.

NGZ-FO­TO: ATI

Für die Ar­bei­ten steht ein gro­ßes Bau­ge­rüst vor der Kir­che.

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