Drei Fried­hofs­ge­bäu­de ste­hen un­mit­tel­bar vor der Schlie­ßung

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - GREVENBROICH - VON VALESKA VON DOLEGA

GRE­VEN­BROICH Um die im­men­sen Kos­ten zu de­ckeln, hat­te der Ar­beits­kreis Be­stat­tungs­we­sen be­reits im Fe­bru­ar des Jah­res emp­foh­len, zu we­nig ge­nutz­te Trau­er­hal­len zu schlie­ßen. Für die Sit­zung des Land­schafts- und Um­welt­aus­schus­ses, der am kom­men­den Mitt­woch, 21. Ju­ni, 18 Uhr, im Sit­zungs­saal des Ber­nar­dus­hau­ses tagt, soll nun die zeit­na­he Still­le­gung be­schlos­sen und im De­tail vor­be­rei­tet wer­den. Be­trof­fen vom ra­di­ka­len Aus sind die „Fried­hofs­ge­bäu­de mit den we­nigs­ten Nut­zun­gen“, wie es in der Be­grün­dung zur Vor­la­ge 178/2017 heißt. Das sind die Ob­jek­te in Frim­mers­dorf, Noit­hau­sen und Hem­mer­den.

Dass die Ein­nah­men in schlech­ter Re­la­ti­on zu den Aus­ga­ben für Pos­ten wie et­wa die bau­li­che Un­ter­hal­tung, Grund­be­sitz­ab­ga­ben so­wie die Kos­ten für Strom und Ver­si­che­rung ste­hen, zeigt das Bei­spiel Frim­mer­sorf: 2016 wur­de die Trau­er­hal­le am Are­al Fried­hof­stra­ße zehn mal, die Lei­chen­zel­le 20 mal ge­nutzt und da­mit ins­ge­samt 5500 Eu­ro er­wirt­schaf­tet. Die­sem Be­trag steht die Sum­me von 16.540,64 Eu­ro an Aus­ga­ben ge­gen­über. Ei­nem Mi­nus von et­wa 7000 Eu­ro er­gab sich in Noit­hau­sen, de­fi­zi­tär fällt auch die Bi­lanz in Hem­mer­den mit knapp 19000 Eu­ro aus.

„Der Ver­wal­tung lie­gen aus ein­zel­nen Orts­tei­len An­ge­bo­te vor, dass ört­li­che Ver­ei­ne ih­re Be­reit­schaft er­klärt ha­ben, Tei­le der bau­li­chen Un­ter­hal­tung zu über­neh­men“, heißt es in der Sit­zungs­vor­la­ge. Die­ses bür­ger­li­che En­ga­ge­ment weiß die Ver­wal­tung zu schät­zen und lobt es aus­drück­lich. Al­ler­dings sei­en die An­ge­bo­te nicht ge­eig­net, die „fi­nan­zi­el­len Be­las­tun­gen deut­lich zu re­du­zie­ren“.

Ein wei­te­res The­ma in der Mitt­woch­sit­zung ist die Nach­kal­ku­la­ti­on für die Ge­büh­ren­po­si­tio­nen „Trau­er­hal­len“und „Lei­chen­zel­len“. Sie er­gibt ei­nen Fehl­be­trag in Hö­he von 48.631,25 Eu­ro. Um den fehl­be­trag aus­zu­glei­chen, müss­ten rein rech­ne­risch et­wa 356 Eu­ro für die Nut­zung der Trau­er­hal­le so­wie cir­ca 288 Eu­ro zur Nut­zung der Lei­chen­zel­len ver­an­schlagt wer­den. Al­ler­dings wird be­fürch­tet, dass die­se Sum­men die Nach­fra­ge noch wei­ter de­zi­miert. Um dem ent­ge­gen zu wir­ken, hat­te der Rat der Stadt in ei­ner Sit­zung vom De­zem­ber 2013 pau­scha­le Ge­büh­ren fest­ge­setzt. 250 eu­ro be­trägt sie für be­sag­te Trau­er­hal­le, 150 eu­ro für die Nut­zung der Lei­chen­zel­le.

„Ein Aus­gleich der Fehl­be­trä­ge 2018 hät­te zur Fol­ge, dass die Ge­büh­ren dras­tisch an­ge­ho­ben wer­den müss­ten“, heißt es. Die Ver­wal­tung schlägt vor, auch im kom­men­den Jahr „auf ei­nen Aus­gleich der fehl­be­trä­ge in Hö­he von 48.631,25 Eu­ro zu ver­zich­ten“.

FO­TO: BERNS

Stand be­reits 2014 vor dem Aus: Die Fried­hofs­hal­le in Ka­pel­len.

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