Emo­tio­na­le Ta­ge auf Gut Kru­chen­hof

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - SPORT IM RHEIN-KREIS -

Sams­tag­abend durf­te er die Ur­kun­de end­lich ent­ge­gen­neh­men. Nur ei­nen Ga­lopp­sprung spä­ter dann ein be­son­de­rer pri­va­ter Mo­ment: Sei­ne Le­bens­ge­fähr­tin Na­di­ne Hintzen sag­te „Ja“zu sei­nem Hei­rats­an­trag. Was vor al­lem bei Tur­nier­chef Uwe Hintzen und sei­ner Frau Alex­an­dra für Emo­tio­nen sorg­te, den El­tern der Braut.

Für das Sah­ne­häub­chen auf der Tor­te sorg­te Es­pa­ta­ko dann selbst am Sonn­tag­nach­mit­tag. Da ge­wann er den Gro­ßen Preis, das Zwei-Ster­ne-S mit Sie­ger­run­de. Auf der zehn­jäh­ri­gen brau­nen Stu­te Can­ta­te blieb er im Um­lauf feh­ler­frei – und lie­fer­te dann auch in der Sie­ger­run­de die bes­te Run­de. Am En­de war er mit 38,05 Se­kun­den knapp schnel­ler als Mi­guel Bel­len-Ro­d­ri­guez (RV Torf­gra­fen Ber­ger­hof) auf der neun­jäh­ri­gen Fuchs­stu­te Gre­at Gra­ce. Das Paar lan­de­te mit 38,55 Se­kun­den und null Feh­lern auf Platz zwei. Zwei wei­te­re Rei­ter blie­ben in der Sie­ger­run­de der bes­ten neun Paa­re aus dem Um­lauf feh­ler­frei: Der Nie- der­län­der Da­ve Maar­se auf Va­len­ti­no so­wie Fe­lix Schnei­der (ZRFV Wick­rath) auf Ex­pert U. Al­le vier sorg­ten mit den feh­ler­frei­en Run­den für ein span­nen­des Fi­na­le beim fünf­ten Tur­nier auf Gut Kru­chen­hof. „Was für ein ge­nia­les Wo­che­n­en­de“, freu­te sich Paul van Wylick und ge­noss die Sie­ger­run­de. „Die- Ni­na Hintzen zum letz­ten Wett­kampf Es­pa­ta­kos ses Tur­nier­wo­chen­en­de wer­de ich nie ver­ges­sen, auch weil al­le hier bei der Or­ga­ni­sa­ti­on an ei­nem Strang zie­hen und so ein tol­les Tur­nier auf die Bei­ne stel­len.“Schon das Bar­rie­ren­sprin­gen der Klas­se S am Sams­tag­abend hat­te er ge­won­nen – mit Ca­s­a­no­va sprang er über 1,90 Me­ter.

Doch auch für sei­ne Kol­le­gen aus dem KPSV Neuss lief es auf Gut Kru­chen­hof. So ge­wann der Lied­ber­ger Marc Boes mit dem brau­nen Hengst Con­chi­veri­no das Fi­na­le der mitt­le- ren Tour (Ein-Ster­ne-S mit Sie­ger­run­de).

Nach dem schon be­son­de­ren Sams­tag­abend ging es Sonn­tag­mit­tag mit ei­nem au­ßer­ge­wöhn­li­chen Mo­ment für die gan­ze Fa­mi­lie Hintzen wei­ter: Ihr Schim­mel­hengst Es­pa­ta­ko wur­de nach sei­ner letz­ten Run­de im M-Sprin­gen aus dem Sport ver­ab­schie­det: 20 Jah­re alt und quietsch­fi­del zeig­te der Hengs­te auf sei­nem letz­ten Tur­nier noch mal, wes­halb er über ein Jahr­zehnt im Sport ei­ne fes­te Grö­ße war. Toch­ter Ni­na ritt den Hengst bei sei­nem letz­ten Tur­nier­ein­satz. „Das war er­grei­fend und trau­rig zu gleich“, sag­te sie.

Schon als Foh­len kam Es­pa­ta­ko zu den Hint­zens – und ent­wi­ckel­te sich zum „Her­zens­pferd“al­ler, nicht nur auf­grund sei­ner sport­li­chen Er­fol­ge, die er mit den Töch­tern Na­di­ne und Ni­na fei­er­te. „Er ist auch ein­fach ein be­son­de­res Pferd mit star­kem Cha­rak­ter, das hat ihn im­mer aus­ge­zeich­net“, sind sich al­le ei­nig.

„Das war er­grei­fend und trau­rig zu­gleich“

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