So fin­det man die rich­ti­ge Ma­trat­ze

Ei­ne Ma­trat­ze ge­hört ganz selbst­ver­ständ­lich zum Le­ben. Des­halb ist es um­so wich­ti­ger, dass die Schlaf­un­ter­la­ge auch wirk­lich zu ei­nem passt.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - KULTUR IN NEUSS - VON JU­LIA NAUE

Ei­ne Ma­trat­ze soll­te auf die Kör­per­grö­ße, das Ge­wicht, die Sta­tur und die Schlaf­ge­wohn­hei­ten ih­res Be­sit­zers ab­ge­stimmt sein. „Im Nor­mal­fall schläft je­der nachts in völ­lig un­ter­schied­li­chen Po­si­tio­nen“, er­klärt Rein­hard Schnei­der­han, Prä­si­dent der Deut­schen Wir­bel­säu­len­li­ga und Or­tho­pä­de in Mün­chen.

Er rät vor dem Kauf zu ei­ner Be­ra­tung im Fach­han­del. Dem­nach soll­ten Käu­fer ei­nen gan­zen Vor- oder Nach­mit­tag ein­pla­nen, um ver­schie­de­ne Ma­trat­zen aus­gie­big zu tes­ten. Beim Tes­ten soll­ten sie dar­auf ach­ten, dass die Wir­bel­säu­le in der Schlaf­po­si­ti­on ge­ra­de liegt und nicht durch­hängt.

„Es gibt nicht die ei­ne Ma­trat­ze für al­le“, meint der Ex­per­te. Des­halb sei auch zum Bei­spiel ei­ne Ma­trat­ze für Ehe­leu- te nicht sinn­voll. „Je­der braucht sei­ne ei­ge­ne, in­di­vi­du­ell pas­sen­de Ma­trat­ze.“Die Ma­trat­ze ist so wich­tig, weil die Band­schei­ben sich nachts idea­ler­wei­se ent­span­nen soll­ten. „Sie wer­den über den Tag er­heb­lich be­an­sprucht und in ih­rer Elas­ti­zi­tät ge­for­dert.“

Ne­ben der Ma­trat­ze sei aber auch ein ver­nünf­ti­ger Lat­ten­rost und ein gu­tes Kopf­kis­sen wich­tig. Man­cher kauft je­doch ei­ne Ma­trat­ze und merkt, dass sie dann doch nicht passt. Dann möch­te man sie even­tu­ell um­tau­schen oder zu­rück­ge­ben. „Grund­sätz­lich gibt es für Ma­trat­zen kei­ne Re­ge­lung, die ab­weicht von den Be­stim­mun­gen für an­de­re Pro­duk­te“, er­klärt Chris­ti­an Al­den­hoff von der Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW. Wer ei­ne Ma­trat­ze im In­ter­net be­stellt hat, kann 14 Ta­ge lang ab Lie­fe­rung das Wi­der­rufs­recht in An­spruch neh­men. Da­bei soll­te sie in ei­nem ver­nünf­ti­gen Zu­stand zu­rück­ge­ge­ben wer­den. „Bei ei­ner Ma­trat­ze muss man schon mal test­lie­gen“, sagt der Ex­per­te. Wer aber et­wa den Früh­stücks­kaf­fee im Bett aus­schüt­tet, hat even­tu­ell ein Pro­blem.

In der Re­gel müs­sen Ver­brau­cher die Rück­sen­de­kos­ten selbst tra­gen, wenn der Ver­käu­fer die­se nicht frei­wil­lig über­nimmt. „Al­ler­dings gibt es die Ver­sand­kos­ten zu­rück, die der Händ­ler für die Zu­stel­lung be­rech­net hat.“Häu­fig ge­be es al­ler­dings Ku­lanz­re­ge­lun­gen – dann kön­nen Ver­brau­cher die Ma­trat­ze noch län­ger tes­ten. Auch dann soll­ten sie aber dar­auf ach­ten, in wel­chem Zu­stand sie die Ma­trat­ze zu­rück­ge­ben müs­sen und wer dann die Kos­ten trägt.

FO­TO: BRU­NO IN­TE­RI­OR

Käu­fer soll­ten ei­nen gan­zen Vor- oder Nach­mit­tag ein­pla­nen, um ver­schie­de­ne Ma­trat­zen aus­gie­big zu tes­ten.

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