Kein Steu­er­vor­teil für un­ver­hei­ra­te­te Paa­re mög­lich

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - WIRTSCHAFT -

MÜN­CHEN (epd) Nur ver­hei­ra­te­te Paa­re und ein­ge­tra­ge­ne ho­mo­se­xu­el­le Le­bens­part­ner kön­nen sich bei der Ein­kom­men­steu­er zu­sam­men ver­an­la­gen las­sen. Nicht ver­hei­ra­te­ten Le­bens­part­nern un­ter­schied­li­chen Ge­schlechts ste­he die­se Steu­er­ver­güns­ti­gung nicht zu, auch wenn sie für­ein­an­der und für ih­re Kin­der ein­stün­den, ent­schied der Bun­des­fi­nanz­hof in ei­nem ges­tern ver­öf­fent­lich­ten Ur­teil. Letzt­lich sol­le der Steu­er­vor­teil nur recht­lich ge­bun­de­nen Paa­ren zu­gu­te­kom­men. Die­se Pri­vi­le­gie­rung sei vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt für zu­läs­sig ge­hal­ten wor­den. Die Rich­ter wie­sen da­mit die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ei­nes un­ver­hei­ra­te­ten Paa­res aus Nord­rhein-West­fa­len ab (AZ: III B 100/16). Zu­vor hat­te be­reits das Fi­nanz­ge­richt Müns­ter die Zu­sam­men­ver­an­la­gung ab­ge­lehnt. Das Paar lebt mit vier Kin­dern in ei­nem ge­mein­sa­men Haus­halt und steht für­ein­an­der ein.

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